Verfasst von: Jutti_down_under | April 17, 2008

Bangkok 2 Songkran! Frohes Neues Jahr!

Verfasst von: Jutti_down_under | April 17, 2008

Bangkok – Stadt der Engel

Verfasst von: Jutti_down_under | April 13, 2008

Family reunion in Brighton und auf der Mornington Peninsula

Leider gibt es kein Foto von mir und meinem Kousin Jens – wird aber nachgereicht. Er darf im Album nicht fehlen, wir hatten viel Spass!

Verfasst von: Jutti_down_under | April 11, 2008

Claudi in Potsdam – HAPPY BIRTHDAY!!

Aus Bangkok einen besonderen und ganz herzlichen Geburtstags-Glueckwunsch fuer Claudia! Lass Dich feiern!

Hier startet zu Deinen Ehren heute sogar ein neus Jahr :) Ich werde also auf Dich trinken! Prost! Cheers! Oder auf thai: Chokdi!

Verfasst von: Jutti_down_under | April 11, 2008

Angemalte VW Busse, High Society, Glasberge und FAMILIE

10. April

Ja, ich lebe, um das vorweg zu nehmen (sitze in diesem Moment in 12.000 Meter oder 38.000 Fuß Höhe, auf dem Weg von Melbourne/Sydney nach Bangkok). Habe just Sydney von oben gesehen – das war zum Abschied nochmals ein echtes Zückerchen. BEAUTIFUL.

Musste eine längere Pause mit dem Schreiben/Fotos hochladen einlegen. Ich habe in Noosa erstmalig sehr deutlich gespürt, dass ich die letzten 5 Wochen allein ca. 3.300 Kilometer gefahren bin. War wohl too much. Am ersten Abend in Noosa traf ich direkt meine Kousine Gaby, die eigentlich mit ihren drei Kindern in Brighton, einem Vorort von Melbourne lebt. Sie war zufällig auch dort, weil eine Freundin ihren Geburtstag feierte. Ich kam total erschöpft erst gegen 20.00 Uhr in Noosa an und nach 3 Gläsern Wein und zwei schönen Stunden mit Gaby war ich TOTAL betrunken. Vollkommen fertig. Der nächste Tag war grauenhaft. Bis Nachmittags konnte ich keinen klaren Gedanken fassen, spürte die Erschöpfung (und natürlich den Kater) in allen Knochen. Auch mental ging nix mehr. Ich würde sagen: Meine erste deftige Reise-Krise.

Tage später habe ich übrigens versehentlich einen Foto-Ordner mit Bildern aus Noosa gelöscht. Dieses Malheur passte irgendwie zur Gesamtsituation. Als wenn mir das System sagen würde: STOP. Ich brauchte zwei weitere Tage, um überhaupt wieder einigermaßen in die Reihe zu kommen. Noosa war ein guter Ort für diese „Krisen“-Bewältigung. Aber auch ganz anders als Byron Bay – sehr viel mondäner, definitiv eine Art Saint Tropez Australiens. Feine Leute, schicke Autos, teure Boutiquen, tolle Segelyachten, hübsche Häuser und sensationelle Strände, tolles Umland und ein super netter kleiner Nationalpark, der direkt ans Meer grenzt. Ist immer noch überschaubar groß, aber vor noch 10 Jahren war dies ein ruhiges Küstenörtchen (und es wird noch hübscher gewesen sein, vermute ich). Übrigens auch hier sehr, sehr steile Hänge, Noosa Heads ist quasi in den Hang gebaut. Berg- und Talfahrten waren angesagt. Viele Fotos im nächsten Album. Ich wurde dort mit perfektem Wetter und einem sehr hübschen, brandneuen, sehr schicken, modernen Motel verwöhnt. Ein RIIIIIIIIIIIESEN Zimmer und ein 4 x 4 Meter Bett. Na ja, wahrsch. nur 2 x 2 m. Das war sehr erholsam und ich habe den relativ kostspieligen Luxus für 3 volle Nächte genossen, zumal ich gar nicht in der Lage gewesen wäre, meine Unterkunft zu wechseln, um Geld zu sparen – so k.o. war ich.

Nach zwei Strand- und Bummeltagen konnte ich mich aufraffen, um das Hinterland von Noosa zu erkunden. Das wird hier übrigens auch „Hinterland“ genannt. Ca. 40 km ins Landesinnere findet man wieder sehr bergiges Bushland – wunderschön, wie so oft kaum zu beschreiben und auch nicht zu fotografieren. In Queensland wird es noch tropischer – das sieht man auch dem Wald. Eine herrliche Landschaft. Macht Euch auf und schaut Euch die Glass House Mountains an. Ihr werdet den Mund nicht mehr zu kriegen. Die Glass House Mountains sind eine sehr skurrile Formation von einzelnen, sehr unterschiedlichen Bergen, die sehr bizarr aus der flachen Bush-Landschaft herausragen und der Aborigine-Legende nach eine Familie darstellen, in der sich ein schlimmes Drama abgespielt hat. Ein heftiger Vater-Sohn-Streit um Verantwortung und Ehre (wie so oft) und der Sohn hat nen heftigen Schlag vor den Hals bekommen und nun hat er (der Berg) einen kahlen, schiefen Nacken.

Die kleinen Dörfchen auf dem Bergkamm des Hinterlandes Montville, Maleny schauen alle von oben auf diese sagen-hafte tragische Berg-Bühne und die Strecken zwischen den Örtchen bietet wunderschöne Ausblicke. Genauso beeindruckend, wenn nicht noch schöner sieht die Familie aber aus, wenn man unten mittendrin steht. Großartige Kulisse. Zwei Tage war ich dort und dann ging es Richtung Brisbane. Dort meinen Mietwagen abgegeben (meinen einzigartigen, in Sydney ergatterten vietnamesischen kleinen, aus Knochen geschnitzten Elefanten im Auto vergessen – wech ist er :( (.

Auf nach Melbourne. Family reunion! Gaby holte mich vom Flughafen ab und die erste Nacht habe ich in ihrem schnuckeligen, schönen Häuschen verbracht. Sie hatte eine kleine BBQ-Party bei und mit Freunden organisiert – klasse! 10 Leute waren wir und ich konnte mal in einen privaten australischen Kreis eintauchen. Das habe ich sehr genossen zumal die Menschen dort alle sehr sympathisch waren. Wir haben gegessen (die frischesten Prawns, die man sich nur vorstellen kann!!), gelacht und getanzt. Ein herrlicher Abend. Fotos kommen im naechsten Album. Über den Kater am nächsten Morgen will ich nicht sprechen. Gaby fand es amüsant :)

Ich und mein Kater wurden dann von Gaby am nächsten Tag auf die ca. eine Stunde entfernte Mornington Peninsula gebracht, wo mein Patenonkel und meine Tante und meine beiden Kousins Jens und Jörg leben. Alle in Mount Martha, ein sehr netter kleinen Ort direkt am Meer. Ich habe durch ein exzellentes Ausflug-Programm mit uncle&auntie einiges von der näheren Umgebung gesehen und muss sagen: Victoria is a beauty. Und was für eine. Die Vegetation ist hier unten im äußersten Süden wieder anders als in Queensland oder New South Wales. Auf der Mornington Halbinsel gibt es hervorragende Weingüter (traumhaft in den Hügeln des Hinterlandes gelegen, fast immer mit Blick auf den Pazifischen Ozean. Ich bin da oben in den Genuss eines Lunches gekommen: Umgeben von Kiefern und anderen mir unbekannten Nadel- und Laubbäumen, die auf roter (!) Erde stehen, mit Blick auf das türkisfarbene Meer und die weißen Strände. Ein guter Ort für ein Leben. Zweifellos.

Da ich mich im Schoß der Familie nach der langen Zeit des Allseins natürlich mehr als wohl und sicher gefühlt habe, hatte mein Aufenthalt leider auch zur Folge, dass ich in eine Art Bewegungsstarre gefallen bin. Und die Schlafkrankheit hatte ich auch für 4 Tage. Ganz schlimm. Musste permanent kleine Schläfchen halten. Viel hat die Verwandschaft also nicht wirklich von mir gehabt. In Mt. Martha bahnte sich die unterdrückte Müdigkeit endgültig ihren Weg. Da gab es nur noch: Augen zu und auf Verständnis hoffen. Das wurde mir auch von allen Seiten entgegen gebracht und so war der 4-tägige Aufenthalt dort einfach klasse. Meine beiden Kousins habe ich natürlich auch gesehen, zumal Jens in einem eigenen kleinen Häuschen auf dem Grundstück meines Onkels lebt (ja, das ist seeeeehr weitläufig). Gaby und Jörg hatte ich in den letzten Jahren immer mal wieder gesehen, aber Jens das letzte Mal vor 24 Jahren! Das war also eine besondere Freude! Und es war auch ein großer Spaß – wir haben viel gelacht, sehr viel getrunken und noch mehr erzählt. War alles nur viel zu kurz. 5 Tage reichen halt nicht.

11. April (inzwischen mitten in Bangkok, im Zentrum des Geschehens.

Hier mache ich mal eine Pause und stuerze mich in das thailaendische Neujahrsfest, das heute Abend beginnt und 5 Tage dauert. Ein Gluecksfall, dass ich es miterleben darf. Bin seit gestern Nacht in Bangkok und was soll ich sagen? Ein Kulturschock par excellence.

Bunt, bunter, BANGKOK. Hier tobt das Leben mit Tempo 200 – trotz der schwuelen 38 Grad, die wir heute hatten. Mordsheiss hier, kaum zu beschreiben. Kein Lueftchen geht. Die von Abgasen geschwaengerte Luft flirrt. Hier macht Atmen nicht wirklich Spass. Aber ich geniesse diesen Rummel sogar ein wenig. Zumindest jetzt noch. Bleibe 4 Tage in diesem kosmopolitischen Hochdruckkessel, dann geht es Richtung Sueden: 4 Tage Krabi und dann nach Ko Lanta, ein huebsche, ruhigere Insel. Das naechste Fotoalbum wird alle erdenklichen und unerdenklichen Farben dieser Erde beinhalten, das verspreche ich Euch. Das sprengt jeden Monitor. Also aufgepasst, freut Euch drauf.

P.S Ich vermisse Euch alle SEHR.

Verfasst von: Jutti_down_under | April 11, 2008

Die Glass House Mountains

Verfasst von: Jutti_down_under | April 11, 2008

Byron Bay und Noosa Heads – VW Bus meets Porsche

Verfasst von: Jutti_down_under | April 5, 2008

HAPPY BIRTHDAY LIEBE MAMAKA MOU !!

5. April 2008

Meine Mama wird heute 70 !! Vom anderen Ende der Erde sou stelno chilia filakia kai oli mou tin agapi. Na ise panta kala kai na sisis 150 xponia. S’ agapo para poly!

Lass Dich feiern und verwoehnen, Manoulitsa mou. Ich denke an Dich und umarme Dich ganz fest!

liebe-mamaka-mou.jpg

Verfasst von: Jutti_down_under | April 3, 2008

Von Dorrigo ueber Lennnox Heads u. Byron Bay nach Noosa

Leute, sorry, jetzt kommt viel auf einmal: Text, Limmericks, Fotos (Tiere, Menschen, Sensationen). Ich mach derweil mal ne Pause mit Fotos hochladen – obwohl ich Euch unbedingt Hippie-Town Byron Bay und vieles mehr zeigen muss. Aber ich mache Euch bestimmt mit dem ganzen Kram bekloppt. Oder langweile Euch inzwischen. Na ja, alles der Reihe nach. 

 

29. März 

Heute morgen bin ich in Darrigo richtig früh aus den Federn und mit einem take-away-Cappuccino Richtung Darrigo National Park gefahren. Rein in den Urwald! Regenwald so schön und so verwunschenen, modriger, frischer Geruch, ein nie gehörtes Vogelkonzert. Dort oben gibt es einen ca. 50 m langen Skywalk in den Wald hinein. Man ist quasi mit den Baumkronen der riesigen roten Zedern  (das „rote Gold“) und den Eukalyptusbäumen auf ca. 20 m über der Erde in Augenhöhe und hat darüber hinaus einen fantastischen Ausblick. Ein tolles Gefühl, sage ich Euch. Da wünschte man glatt, ein Baum zu sein :)

 

Anschließend habe ich einen 1,5-stündigen Spaziergang under the rainforest conopy gemacht. Das grüne Dach erlaubt einem streckenweise gar keinen Blick zum Himmel, so dicht ist es an manchen Stellen. Unbeschreiblich – man fühlt sich geborgen und von den Baumriesen beschützt. Auch hier gibt es natürlich uralte, riiiiiiiiesige Exemplare, auf denen wiederum andere Pflanzen wachsen, die ihre Gastgeber als Nährstoff-Provider nutzen. In diesem Ur-Wald hat sich nochmals deutlich gezeigt, wer die Hosen in der Schöpfung an hat. Wir Menschen jedenfalls nicht, das verspreche ich Euch. Da ich auch Tochter eines Pfadfinder-Papas bin, habe ich natürlich das Abenteuer und damit die Wasserfälle in dem Nationalpark gesucht….und auch gefunden (war bei den exzellent beschrifteten Wanderwegen auch kein echtes Pfadfinder-Abenteuer, aber sei’s drum).

 

Langsam wiederhole ich mich und die Superlative gehen mir auch langsam aus und Euch auf die Nerven. Aber was soll ich machen? Ich möchte meiner Begeisterung angemessen Ausdruck verleihen. Ich werde mich bemühen, meine Berichte ab jetzt etwas kürzer zu halten. Ihr habt alle nicht die Zeit und Muße, mich quasi jeden Meter meiner Reise zu begleiten. Ich versuche es man mit dem Steno-Stil. der geht so:

 

Strammer 1,5 Std,Marsch durch den schönen Wald hat sich gelohnt: HINTER dem Wasserfall hergelaufen. Fotos kommen.

Danach zurück nach Bellingen – kleines, aufgewecktes Dörfchen in den Bergen, das viele Alternative anzieht. Es gibt noch Hippies – ich hab sie gesehen :) Bellingen liegt im Hinterland, vor dem SEHR steilen und kurvenreichen Anstieg nach Dorrigo. Den ich  (bzw. mein Toyota übrigens unter sehr viel Regen, wattebauschdichtem Nebel und auf äußerst schüpfrigen und dazu besonders scharfkurvigen Sepentinen-Sträßchen erklimmen musste. Das fühlte sich ein bisschen an wie in den Himmel fahren. Irgendwann gelangte ich, mit vollkommen verspannter Nackenmuskulatur,  auf dem äußersten Gipfel dieser vernebelten Wolldecke an. Und da liegt das Dorf Dorrigo. Schätze 1000 Einwohner, wenn überhaupt.

 

Hat mir richtig gut gefallen. Sehr kuriose, stille Berg-Atmosphäre. Und mittendrin, vollkommen unerwartet, französisch-australische Küche deluxe, die man eher in Sydney vermutet hätte. Ich habe ganz wundervoll gespeist – Bilder kommen! Und auch gut geschlafen – in einem Motel, das mich stark an „Thelma&Louise“ erinnerte. keine Ahnung warum, aber die Assoziation mit Filmen kommt hier sehr oft auf. „Mad Max“ mit dem blutjungen (damals sehr gut aussehenden) Mel Gibson ist auch präsent – es gibt durchaus Streckenabschnitte, wo er auf seinem Bike an mir vorüberziehen könnte.

 

Zwei Dinge verdutzen mich immer wieder: Die Architektur des Holzhäuser, die so oft an Western, Cowboys und Indianer erinnert – das Gefühl hatte ich schon in Neuseeland. Irgendwie auch „out of time“. Außerdem schwingt immer auch ein wenig US Südstaaten-Flair, manchmal sogar Texas mit.

Und zweitens: Abends um 22.00 Uhr sind alle Restaurants, Cafés, Snackbars o.ä. zu. Geschlossen. Dead. Und das bei diesen schönen Temperaturen. Ich verstehe es nicht. Es würde mir sehr schwer fallen, mich an den hier gültigen Timetable zu gewöhnen. Außerdem muss man zusehen, rechtzeitig in einem Bottle-Shop gewesen zu sein, sonst wird das mit dem Glas Wein ein schwieriges Unterfangen. Mal eben zur Tanke fahren – das gibt es hier nicht. Wer zu spät kommt, kommt eben morgen wieder – das ist das Motto. Hat natürlich auch was.

 

Von Bellingen/Dorrigo gings dann heute Nachmittag in ca. 2, 5 Stunden sehr straight nach Lennox Heads, kurz vor Byran Bay (da bin ich just). Die Fahrt hierhin war super schön – endlich wird es auf dem Highway ruhiger und die Landschaft noch schöner. Ca. 40 km wurde ich von einem wundervollen, breiten, flachufrigen Fluss begleitet, der mir zur Linken immer wieder den Weg wies. So konnten wir uns gegenseitig in der Spätnachmittags-Sonne ein wenig begleiten. Das Licht zwischen 17.00 und 19.30 Uhr ist sagenhaft – wie im Bilderbuch, ach was, schöner.  Gegen 18.00 Uhr habe ich während eines kurzen Stopps in einem 3-Seelen-Nest erstmalig ein Vogelspektakel der besonderen Güteklasse erleben dürfen: Freunde, sehr, sehr große Schwärme von Kakadus, Papageien verschiedenster Couleur tanzten für mich am stahlblau-rosa-farbenem Abendhimmel den „Schwanensee“ – KEIN WITZ. Die flogen mit einer Grazie in einem Affenzahn in streng sortierter Formation durch die Luft oder hingen zu Hunderten in den Palmen bevor sie sich wieder als großes Ganzes in perfekter Choreografie gen Himmel bewegten. Sagenhaft. Fotos kommen im Tierspecial.

 

In Lennox Heads, einem sehr schönen Surfer-Küstenstädtchen übernachtet – keine 4000 Einwohner, dafür sensationelle Strände. Das Motel war nicht der Hit, alles etwas heruntergekommen. Sehr unruhig geschlafen, weil regelmäßig der blöde Feuermelder einen scharfen Ton von sich gab, um anzuzeigen, dass die Batterie bald leer ist. Ich hätte ihn am liebsten zertrümmert. sah aber ein, dass er dort, wo er ist, natürlich Sinn macht. Abends das erste Mal auf dieser Reise den Fernseher eingeschaltet – ich kriege absolut NIX mit. Es ist schwierig, an deutsche Zeitungen heranzukommen. Bin sehr desinformiert und finde das gar nicht so schlecht.

 

30. März

 

Morgens früh raus – musste noch ins 20 km entfernte Bellina rauschen, um Waschmittel zu kaufen – hatte ich am Tag vorher versäumt und heute, Sonntag war zwangsweise Waschtag. Im Waschsalon von Lennox schnell eine Maschine in Gang gesetzt und in den 45-Min-Laufzeit in der noch harmlosen Sonne (es war 9.30 Uhr) gefrühstückt. Es sollte ein traumhafter Tag werden: Kein Wölkchen, sehr heiß und eine leichte Brise dazu. Wäsche anschl. ab in den Trockner und 20 Minuten später alles wie neu wieder in den Koffer. So geht das. Und was noch nicht ganz trocken war, trocknet im 103-Grad heißen Kofferraum im Handumdrehen. Auf nach Byron Bay, das in den späten 60-er Jahre von Surfern entdeckt worden war: Es gibt hier ganz phantastische Strände – und an irgendeinem gibt es immer Wellen, Davon hat der Pazifik genug. Bin übrigens erst 3x „schwimmen“ gegangen. War eher ein Eintunken, 2x in die Welle springen und dann ganz schnell wieder ans sichere Ufer. Die Strömung ist unvorstellbar stark. Wenn man nur bis zu den Fußknöcheln im Wasser steht und dieses sich zurückzieht, spürt man, welche (Sog-)Kraft dahinter steckt. Es zieht Dir förmlich die Füße weg und der sandige Boden unter  Deine Füßen wird zu einem flüssigen Treibsand, in dem Du richtig schnell versinkst. Das sind sehr beeindruckende, vollkommen neue Empfindungen und sie flössen mir immensen Respekt ein. Der Pazifilk ist echt ein wildes Tier, dagegen sind die mediterranen Gewässer Plantschbecken. Und da ich allein bin, möchte ich nichts riskieren. Aber ich schaue diesem großen, starken Meer immer wieder gerne bei der Arbeit zu,

 

Byron Bay ist ein Traum, wirklich, nur leider schon zu oft geträumt oder wie es Barry aus Crowdy Head treffend formulierte: It’s been loved to death.

Das ist etwas Wahres dran. Es ist einzigartig und wirklich wunderschön. Gar nicht so groß, vielleicht 5000 Einwohner, dafür aber genauso viele Besucher. Alternative und Yuppie-Surfer gleichermaßen, dazwischen echte Alt- und Neu-Hippies neben City-Chic-Chicks (Achtung: Weiße, große Sonnenbrillen sind ein MUSS – das habe ich inzwischen begriffen!).  Man sieht wirklich alle Alters- und Gesinnungsklassen. Byron Bay ist sehr sehr bunt und alles andere als langweilig. Zu gucken und zu staunen gibt es hier jede Menge. Ich hatte einige sehr lustige und schöne kurze Begegnungen. Menschen in unglaublichen Outfits (eine Woodstock-Montur besser als die andere (no shoes, das ist sowieso klar), unzählige Love&Happiness&Peace-VW-Busse (alle gut erhalten, manche gehören echt zur ersten Generation!), die wir bei uns gar nicht mehr finden würden. Herrliche Augenblicke. Ich bin so fasziniert, dass ich das Fotografieren vergesse. 

Der alte, sehr hübsche Leuchturm in der Byron Bay aus dem Jahr 1901 markiert übrigens den östlichsten Punkt Australiens. Der Ausblick von dort ist der Wahnsinn, aber soll ich Euch was sagen: Die bessere Begegnung fand mit Mr. old Lighthous in Crowdy Head statt. Mit dem war ich nämlich allein und der hatte sich auch nicht so arielrein herausgeputzt.

 

Zu meiner Unterkunft sage ich nicht viel. Die schönste bislang, neben dem Moana Vista in Auckland. Sehr gelungene Mischung aus modern und alt. Bilder im nächsten Album.

 

Der Sonnenuntergang in Byron Bay war ein optisches Gedicht. Danach gabs zum ersten Mal auf dieser Reise Fish&Chips (was richtig gut war) Eine richtig   traumhafte MediaMix-Performance gab es dann nach Einbruch der Dunkelheit  im Park, unmittelbar am Meer. Ein Dideridoo-Chillout-D&B-Konzert, dazu auf einer großen Leinwand einfach lose, wundevolle Filmsequenzen von Menschen, Landschaften und Tieren unserer Erde. Und so lagen wir da alle im Gras – Surfer, Hippies, Surfer-Hippies, Surfer-Yuppies, Cowboys, Disco-Kids, Touristen, Alt, Jung – lauschten, schauten und ließen uns von den Bildern und Tönen einfangen. Das war alles sehr entspannt und entspannend,

 

Ach ja, noch etwas zu den Menschen: Umso nördlicher man kommt, desto herzlicher wird es übrigens. Die Queenslander sind tatsächlich anders drauf als die New South Walisen. Alle sehr, sehr nett und easy-going hier oben. Während ich diese Zeilen schreiben, sitze ich nämlich schon in Noosa, nördlich von Brisbane und wir haben den 2. April.

Aber das ist ein neues Kapitel.

Ich schließe jetzt auch das aktuelle  und sage – bis bald, mes amis.

      

 

 

 

Verfasst von: Jutti_down_under | April 3, 2008

Neuer Limmerick – danke an Betz und Mariella !

 Mariella – ich musste sooooooooo lachen! Grazie, carissima!

Die kleine Jutti in Australien,
hat zum Frühstück keine Cerealien
but who needs cornflakes & gorilla puff
when to fuel up there is other stuff
one 2 three
so many things you must see
if you never did
you should
these things are fun
and fun is good.
today is gone . today was fun
tomorrow is another one )

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