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	<title>Jutta im Land der langen weißen Wolke &#187; Viel Gegend</title>
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	<description>oder: Juttis Abenteueralbum - Neuseeland, Australien und Thailand</description>
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		<title>Jutta im Land der langen weißen Wolke &#187; Viel Gegend</title>
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		<title>Berg-Abenteuer und Lektionen in buddhistischer Zuversicht</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 09:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sensationen und andere "Boah!`s"]]></category>
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So, endlich mal Adventure und Adrenalin. Habe das Schicksal herausgefordert und mir tatsächlich für einen Tag einen Wagen gemietet. Wollte mir doch den heiligen Berg Doi Suthep, inkl. Tempel und auch ein wenig das Hinterland ansehen &#8211; hatte Wundervolles darüber gelesen. Den Linksverkehr meistere ich ja inzwischen mit links (höhö) und auch an die sehr, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=118&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">So, endlich mal Adventure und Adrenalin. Habe das Schicksal herausgefordert und mir tatsächlich für einen Tag einen Wagen gemietet. Wollte mir doch den heiligen Berg Doi Suthep, inkl. Tempel und auch ein wenig das Hinterland ansehen &#8211; hatte Wundervolles darüber gelesen. Den Linksverkehr meistere ich ja inzwischen mit links (höhö) und auch an die sehr, sehr unorthodoxe Fahrweise der Thailänder habe ich mich erstaunlich schnell gewöhnt. Wenn man einmal begriffen hat, dass alle rechts und links &#8211; und das gleichzeitig &#8211; überholen und 2-spurige Straßen gerne zu 6-spurigen gemacht werden, dann läuft es eigentlich ganz flüssig. Nur nicht zögerlich reagieren und auch gerne selbst die Hupe benutzen – das gilt nicht als unhöfliche, sondern als lebenserhaltende Geste. Und deswegen keift sich hier auch wirklich keiner im Verkehr an. Alles fließt irgendwie – selbst im Stau. Die schneiden sich gegenseitig gnadenlos die Wege und die Vorfahrt ab und durchgezogene Straßenmarkierungen scheinen einen Überholvorgang geradezu zu provozieren. Gerne vor Kurven übrigens. Aber alle lassen es irgendwie geschehen und zeigen keine Spur von Aggression oder Ungeduld. Bemerkenswert. Davon sollten wir uns mal eine Scheibe oder zwei abschneiden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich fuhr also los. Richtung Wat Phratat Doi Suthep – diese Tempelanlage befindet sich auf einem Berg, der in Chiang Mai als heilig gilt. Früher war der Anstieg ausschließlich über 360 steile Stufen möglich, heute gibt es außerdem eine kleine Bahn, die einen hoch befördert. Immerhin bin ich die lange Treppe runter gegangen&#8230;.In den Bergen hat man einen fantastischen Blick auf Chiang Mai, die mit rund 1 Mio. Einwohnern natürlich ganz anders tickt als die 8-Mio-Stadt Bangkok. Auf dem Tempelgelände konnte ich dann auch erstmals einen Sala-Baum bewundern, der einen bizarren, mit Kugeln behangenen Stamm hat. Irgendwann platzen diese Kugeln und zutage tritt eine wunderschöne, große Blüte, die absolut betörend riecht. Zumindest tagsüber. Nachts soll das Gegenteil eintreten. Unter einem Sala-Baum soll Buddha geboren und auch gestorben sein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Zurück zum Asphalt-Abenteuer. Nach dem Tempelbesuch fuhr ich dann in ein Dschungelgebiet, das einfach eine Wucht war. Endlich! So hatte ich mir Thailand vorgestellt und da war es endllich: Traumhafte Gegend, sehr bergig, wundervoll verwunschene Täler mit Reis-, Orchideen- und Bananenplantagen und einer tierischen Geräuschkulisse der Extraklasse: Geckos, Zikaden, andere, von mir nicht zu identifizierende animalische Rufe, die mein Ohr erreichten. Es war herrlich. Ungefähr in der Mitte meiner gesteckten Route von 80 km neigte sich der Tag langsam seinem Ende zu und auf der Spitze eines kleinen Bergkamms  wollte ich dann diese atemberaubende Landschaft ein wenig genießen und auch ein paar Fotos machen. Soweit so gut. 20 Minuten später dann das: Mein Auto springt nicht mehr an. Nix tut sich. Mein Handy, eh schon in der letzten Reserve, kein Empfang. Drumherum: Nichts. Berge. Urwald. Außerdem hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie ich meinen genauen Standort hätte angeben können. Ich konnte mich vage daran erinnern, dass ich den Royal Botanic Garden irgendwann passiert hatte. Das war es aber auch schon. Und der Sonnenuntergang setzte langsam ein, d.h., die Dunkelheit ließ nicht mehr lange auf sich warten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie kann ich meine aufkommenden Gefühle beschreiben?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Heftige, mich schüttelnde Panik setzte ein, obschon ich gleichzeitig auch das Gefühl hatte, dass ich das jetzt einfach „genießen“ soll und am Ende alles gut wird. Hört sich komisch an, gell?</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Es half alles nix. Als nach weiteren 10 Min endlich ein Wagen mit 6 Bauarbeitern am Horizont auftauchte, habe ich mich einfach auf die Straße gestellt und sie zum Anhalten gezwungen. Die guckten mich vielleicht verdutzt an. Keiner sprach auch nur ein Wort Englisch. Mit erstaunlicher Pantomime habe ich auf das Handy des Fahres gedeutet, und nachdem sie erfasst hatten, dass meine Absichten keine fragwürdigen waren, rief der der gute Mann dann auch brav die Nummer an, die ich ihm gab: Mein netter Gastgeber Opas musste jetzt ran. Dem Himmel sei Dank reagierte dieser auch umgehend. In wenigen Worten erklärte ihm der Thai, was Sache war und dann konnte ich ihn selbst noch bitten, die Autovermietung zu verständigen. Außerdem sagte ich ihm noch, dass, sollte ich 3 Std. später immer noch nicht wieder im Baan eingteroffen sein, er doch bitte kommen möge, um meine Leiche zu bergen. Ein bisschen Spaß muss sein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die Bauarbeiter fuhren weiter, und da stand ich also in dieser unglaublichen Landschaft und vor diesem schönen Sonnenuntergang. Allein auf weiter Flur. Dann, nach 10 Minuten, rauschte auf einem Motorbike ein nettes Pärchen an, die den Sonnenuntergang erleben wollten. So hatte ich für die nächsten 30 Minuten Gesellschaft. Dann wurde es wirklich dunkel, das Pärchen fuhr und Jutti fing an zu beten. Nur so, zur Sicherheit <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Weitere 30 sehr, sehr lange Minuten später kam dann die Rettung in Gestalt eines Mechanikers, der rasch die Batterie auswechselte. Sein Kumpane hat mich dann netterweise zum Baan Orapin zurückgefahren – ich hatte keine Nerven mehr und wollte auch das Lenkrad nicht mehr anpacken.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Mit Opas habe ich dann noch über diese Geschichte gelacht und bin dann endlich um 11 Uhr todmüde ins Bett gefallen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">So, Ihr Lieben alle da draußen, ich stelle diese kleine Episode noch rasch in den Blog und dann muss ich auch schon los. Ich trete meine Rückreise an. Heute Abend geht es nach Bangkok und dann gleich weiter Richtung London.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Eine schöne Zeit geht zu Ende. Ich kann nicht glauben, dass es schon vorbei ist, aber ich füge mich der UHR-Zeit. Und hoffe, mich zukünftig auch zu Hause häufiger in der Ereigniszeit bewegen zu können. Am liebsten mit Euch zusammen. Also, lasst uns die Zeit zwischendurch anhalten oder verträumen oder umdrehen oder verlachen oder versäumen oder verschwenden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich danke Euch von Herzen, dass Ihr mich auf dieser Reise begleitet habt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Und immer daran denken:</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>1. Der Weg ist das Ziel.</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>2. Das Ziel ist im Weg.</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Eure Jutti</p>
<p style="margin-bottom:0;">
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		<title>Chiang Mai</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 06:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><div><embed src='http://widget-c6.slide.com/widgets/slideticker.swf' type='application/x-shockwave-flash' quality='high' scale='noscale' salign='l' wmode='transparent' flashvars='site=widget-c6.slide.com&#038;channel=1513209474806797254&#038;cy=wp&#038;il=1' width='426' height='320' name='flashticker' align='middle' /><div style='width: 426px;text-align:left;'><a href='http://www.slide.com/pivot?ad=0&#038;tt=0&#038;sk=0&#038;cy=wp&#038;th=0&#038;id=1513209474806797254&#038;map=1' target='_blank'><img src='http://widget-c6.slide.com/p1/1513209474806797254/wp_t000_v000_a000_f00/images/xslide1.gif' border='0' ismap='ismap' /></a> <a href='http://www.slide.com/pivot?ad=0&#038;tt=0&#038;sk=0&#038;cy=wp&#038;th=0&#038;id=1513209474806797254&#038;map=2' target='_blank'><img src='http://widget-c6.slide.com/p2/1513209474806797254/wp_t000_v000_a000_f00/images/xslide2.gif' border='0' ismap='ismap' /></a></div></div></p>
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		<title>Von Wellington direkt in die australischen Blue Mountains</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 23:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für die Freunde von Statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[Possierliche Tierchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sensationen und andere "Boah!`s"]]></category>
		<category><![CDATA[Viel Gegend]]></category>

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		<description><![CDATA[19. März
Was soll ich sagen? Australien trumpft! Und wie! Jetzt komme ich kaum noch nach mit meinen Berichten. Ich bin inzwischen schon den 2.Tag in den Blue Mountains, ca. 100 km im Hinterland von Sydney. Genauer gesagt in Wentworth Falls, einem sehr, sehr kleinen Örtchen, das aber ein umwerfendes AS im Ärmel hat: Die mächtigen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=74&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>19. März</p>
<p>Was soll ich sagen? Australien trumpft! Und wie! Jetzt komme ich kaum noch nach mit meinen Berichten. Ich bin inzwischen schon den 2.Tag in den Blue Mountains, ca. 100 km im Hinterland von Sydney. Genauer gesagt in Wentworth F<a href="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/kakadu.jpg" title="Direct link to file"></a>alls, einem sehr, sehr kleinen Örtchen, das aber ein umwerfendes AS im Ärmel hat: Die mächtigen, 100 Meter tief fallenden Wentworth Falls, die sich in eine geradezu unwirklich wirkende grandiose Landschaft aus Busch und schroffen Felsen einbetten. Ihren Namen tragen die Blue Mountains, weil sie von einem feinen blauen Dunst überzogen sind; die Blaetter der 100 Milliarden Eukalyptusbäume sind mit kleinsten ätherischen Öltropfen benetzt und diese werden von der Sonne reflektiert. Das sieht einfach unglaublich aus. Die Natur ist einfach unschlagbar. Ihr müsstet es sehen. Man kann diese Bilder mit keiner Kamera dieser Welt, weder still noch bewegt, einfangen. Absolut unmöglich. Mit dem bloßen Auge (und ggf. einer guten Brille) erfasst man viel mehr Einzelheiten, ganz abgesehen von der Gesamtatmosphäre, die sich eh nur mit allen Sinnen erleben und nicht darstellen lässt. Ich bin jedenfalls richtig ergriffen.</p>
<p>Im Luftraum ist hier oben auf knapp 1000 Metern über dem Meeresspiegel ein sagenhafter Verkehr: Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Vögel gesehen &#8211; pfeilschnell zischen die durch die Luft und mein Kopf dreht sich ununterbrochen von rechts nach links, nach oben, nach unten, weil ich sie doch alle beobachten will: Rot-blau-grüne Papageien (Crimson rosella), schwarz-weiße krähenähnliche, sehr zutrauliche Geschöpfe, kleine Burschen mit quietschgelbem Bauch, weiße, laut krakeelnde Kakadus mit steil aufgrichteter gelber Punkfrisur, Minimeisen (die sind kaum größer als ne Walnuss) und all das andere schöne und lustige Federvieh; ein concerto grandissimo, die Mailänder Skala der Blue Mountains sozusagen. 265 der australischen Vogelarten sollen hier beheimatet sein, 62 Reptilien, mehrere Arten des Opossums, 30 verschiedene Frösche und mehr als – Achtung – 120 Arten Schmetterlinge. Gibt Euch das eine Vorstellung?</p>
<p> <a href="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/crimson-rosella.jpg" title="Direct link to file"><img width="84" src="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/crimson-rosella.thumbnail.jpg?w=84&#038;h=128" alt="crimson-rosella.jpg" height="128" /></a>          <a href="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/kakadu.jpg" title="Direct link to file"><img width="150" src="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/kakadu.thumbnail.jpg?w=150&#038;h=125" alt="kakadu.jpg" height="125" /></a></p>
<p>Das wird mir, sollte ich je zurückkehren <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  übrigens besonders fehlen: Die Geräusche der Zikaden und der vielen mir unbekannten Vögel. Das ist ein so beruhigender, schöner Sound.</p>
<p>Meine Unterkunft (ein sehr schönes B&amp;B mit nur 4 Zimmern in einem 100 Jahre alten Haus) liegt unmittelbar an einem Hang, von dem man einen schönen Teil dieser sagenhaften Landschaft überblickt. Bilder im Album. Ich habe eine Loggia, einen eigenen Whirlpool (WAS FÜR EIN LUXUS – mein geschundenes Camper-Duschen-Herz schlug höher als ich das sah), einen eigenen Kamin und die Matratze lässt sich, auf Wunsch, auch beheizen. Ein bisschen dekadent, aber auch angenehm. Allerdings führte diese umittelbare Einbettung in die hiesige Flora auch dazu, dass mich nachts die oben beschriebene Fauna fast bekloppt gemacht hätte. Ein Nagen und Hämmern an unserem Holzhäuschen, ein Rangeln und Beißen unter meinen uralten Holzdielen, ein wildes Hin- und Herwetzen von links nach rechts und zurück, ein Quieken und Ziepen&#8230;.da war was los auf den Highways unter dem Haus und um das selbige herum! Und zwar richtig laut. Betz, ich musste an Bali und die dortigen Opossum-Besuche auf dem Dach unserer Hütten denken.</p>
<p>Es gibt in den Blue Mountains, die sehr zu Recht zum Weltkulturerbe zählen, einige Natur-Attraktionen und unzählige Wanderwege, die zu den schönsten Australiens zählen. Die Berge sind Teil des 3500 km langen australischen Great Dividing Range.</p>
<p>Die <b>Great Dividing Range</b> (auch kurz: <i>Great Divide</i>; deutsch auch: <i>Australisches Bergland</i>, <i>Großes Australisches Scheidegebirge</i> oder <i>Australische Kordillere</i>) ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Australien" title="Australien">Australiens</a> größter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gebirge" title="Gebirge">Gebirgszug</a>. Sie erstreckt sich von der Nordostspitze <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Queensland" title="Queensland">Queenslands</a> die gesamte Ostküste durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_South_Wales" title="New South Wales">New South Wales</a> entlang bis nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_(Australien)" title="Victoria (Australien)">Victoria</a>, wo sie eine westliche Richtung einnimmt und sich schließlich im Westen des Bundesstaats an den letzten Ausläufern der Grampian Mountains in der riesigen australischen Zentralebene verliert. Der höchste Berg Australiens, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Kosciuszko" title="Mount Kosciuszko">Mount Kosciuszko</a> (2228 m), sowie alle Hochgebirgsbereiche des australischen Festlandes gehören zur Great Dividing Range. Ihre höchsten Abschnitte &#8211; im südlichen New South Wales und im östlichen Victoria &#8211; sind als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Australische_Alpen" title="Australische Alpen">Australische Alpen</a> bekannt. Der Name Great Dividing Range (zu deutsch: &#8222;Großes Scheide-Gebirge&#8220;) ist eigentlich nur zum Teil zutreffend, da die Range kein einheitliches Gebirge darstellt. Allerdings ist sie tatsächlich eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserscheide" title="Wasserscheide">Wasserscheide</a> zwischen den Flüssen der australischen Ostküste, die direkt in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pazifischer_Ozean" title="Pazifischer Ozean">Pazifischen Ozean</a> fließen und jenen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murray-Darling-Becken" title="Murray-Darling-Becken">Murray-Darling-Beckens</a> die weg von der Küste in die Ebenen des Landesinneren fließen.In manchen Gegenden wie den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Mountains_(Australien)" title="Blue Mountains (Australien)">Blue Mountains</a>, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Snowy_Mountains" title="Snowy Mountains">Snowy Mountains</a>, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Victorian_Alps" title="Victorian Alps" class="mw-redirect">Victorian Alps</a> und östlichen Geländestufen der Region New England stellt die Great Dividing Range eine deutliche Barriere dar. In anderen Regionen sind die Berghänge sanfter und an manchen Orten ist das Gebirge kaum als solches wahrzunehmen. Obwohl in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochgebirge" title="Hochgebirge">Hochgebirgsregionen</a> einige Gipfel für australische Verhältnisse beträchtliche Höhen von etwas über 2000 m erreichen, sind die Berge durch ihr hohes Alter und die erfolgte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erosion_(Geologie)" title="Erosion (Geologie)">Erosion</a> (Abtragung) nicht sehr steil. So können praktisch alle Gipfel ohne besondere Bergausrüstung bestiegen werden. (Quelle: Wikipedia)</p>
<p> Ich habe natürlich nur einen ganz kleinen Bruchteil der Mountains sehen und bewandern können, aber ich weiß jetzt, dass ich definitiv und mit viiiiiiiiiiiel Zeit im Rucksack wiederkommen werde. Ein außergewöhnliches Stück Erde. Einmal mehr bin ich zutiefst dankbar, dass ich das sehen und erleben darf. Übrigens war es sehr schön, diese Strecke mit dem Zug und nicht mit dem Auto zu fahren. Das Ticket fuer eine Strecke von 100 km kostete mich 11 Dollar &#8211; das sind 6 Euro. UNFASSBAR!! Da sollte sich die DB mal ne Scheibe von abschneiden. Gut, komforttechnisch liess der Zug den einen oder anderen Wunsch offen und das Schienenwerk war auch nicht das modernste, aber&#8230;. who cares? Erstens war es angenehm, 90 Minuten einfach nur sitzen und schauen zu können, zweitens konnte ich so nochmals in Ruhe lustige Sozialstudien betreiben. Lustige Zeitgenossen, diese Aussies. Später mehr dazu.</p>
<p>Nahe des Städtchens Katoomba ragen die„Three sisters&#8220; , eine sehr beeindruckende Felsformation, aus der Landschaft heraus, die soweit das Auge reicht von Bergen, steilst abfallenden, riesigen Felswaenden und von dichtem Busch gepraegt ist, der wie ein ueberdimensionales gruenes Frottee-Handtuch aussieht &#8211; skurrile Assoziation. Der (missinterpretierten) Legende der Aborigines nach, handelt es sich um drei zu Stein gewordene Schwestern, die zu viel geflirtet haben oder so ähnlich. Die Bronte-Schwestern New South Wales so to speak. Alles Kokolores, sagt Jutti. Aber imposant sind sie natürlich. Bilder im Album.</p>
<p>Aber machen wir nochmals einen kleinen Zeitsprung zurück nach Wellington, dieser kleinen bezaubernden Stadt, der ich leider nur 2 Tage widmen konnte. Aber ich habe mich dort von der ersten Sekunde an sehr wohl gefühlt, und ich wurde sehr stark an meine erste Begegnung mit Hamburg erinnert, wo dieses Gefühl auch sofort da war. ich spüre das immer noch, wenn ich dort bin – ist immer ein wenig wie „nach Hause kommen&#8220;.</p>
<p>Über mein Hotel will ich nicht viel sagen. Es war mitten, aber wirklich mitten im Zentrum, leider in der pedestralen Ein- und Ausflugschneise eines oberhalb gelegenen Backpackers. Das war natürlich an diesem Wochenende von vollkommen hemmungslosen, sehr, sehr unartigen, pubertären und rücksichtslosen Heranwachsenden übervölkert und exakt danach hörte es ich unter meinem Fenster auch morgens um 4.00 Uhr an. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Insofern: Mal wieder zwei nicht so tolle Nächte gehabt. Dafür haben die Entdeckungstouren durch die Stadt mich voll entschädigt. Das sieht alles aus wie ein San Francisco en miniature. In die üppig bewachsenen Steilhänge der umliegenden Berge bettet sich das Städtchen fabelhaft ein. Manchmal wurde ich sogar an den Anblick griechischer Inseln erinnert, wenn man die kleinen Häfen anfährt; in Wellington „störten&#8220; nur die vielen, exzellent erhaltenen viktorianischen Häuser das mediterrane Bild in meinem Kopf.</p>
<p>Wellington ist jung, londonesk mit einer ganz eigenen Beat-Generation, die nicht genau weiß, ob sie nun Disco oder Punk ist. Ich wurde zum ersten Mal auf dieser Reise mit dem Gefühl konfrontiert, dass ich mich tatsächlich jetzt eine ganze Generation entfernt von dem ungestümen Lebenshunger befinde. Die einzigen, die mich da ein wenig zurückzogen in meine Studienzeit waren die unzähligen Rastas – so viele habe ich seit meinem letzten Bob Marley-Konzert (Anfang der 80iger, kurz bevor er starb) nicht mehr gesehen. Dazwischen mischen sich dann noch jede Menge Schwule – auch das erinnert an San Francisco. Pittoresk, freundlich, bunt, harmlos schrill, international und doch gemütlich – so würde ich Wellington beschreiben. Aber was weiß ich schon nach nur zwei Tagen!</p>
<p>Der Hafen ist majestätisch und der zentrale Dreh- und Angelpunkt. An ihm kommt keiner vorbei. Und die Anhöhen dahinter inkl. der weiteren Umgebung bieten alles, was das Herz begehrt: Aussicht, Ruhe, wunderschöne Strände, Abenteuer. Sehr viele Asiaten bevölkern übrigens die City, an jeder Ecke findet man köstliche Speisen: Thai, Indisch, Malaysisch, aber auch italienischen, türkische und arabische Spezialitäten findet man hier. Ich habe das SEHR genossen, denn mir fehlte die Auswahl in den vergangenen Sandwich-Wochen.</p>
<p>Eine Eigenheit vieler Restaurants: BYO – Bring your own. Man bringt seine Bottel Wein einfach selbst mit. Ich musste mich an dieses Detail wirklich gewöhnen, kam ich mir doch vor wie ein anonymer Anonymer Alkoholiker, der seine Flasche Weißwein, gut getarnt in einer hellbraunen Papiertüte, „heimlich&#8220; auf den Tisch stellt und sie dann ebenso heimlich leer süppelt. Na ja, da es alle machen, füllt es ja nicht auf. Außerdem kennen die Neuseeländischer kein late time dinner wie wir es im Süden Europas gewohnt sind. Bis maximal 21.30/22.00 Uhr kann man hier essen gehen, danach wird’s echt schwierig.</p>
<p>Und noch etwas hat mich sehr beeindruckt: Dieses Volk ist mit einer stoischen Geduld gesegnet – kaum zu glauben. Stellt Euch einen Minimal an einem Samstagmittag vor. 5 Kassen links, 5 Kassen rechts. Und alle Kunden bleiben in gebührendem Abstand in einer ebenso vorbildlichen Reihe stehen und warten ohne auch nur mit der Wimper zu zucken darauf, an die nächste freie Kasse gewunken zu werden. Wie bei uns in der Post.</p>
<p>Und wie oft diese Menschen hier „Danke&#8220; sagen – bei jeder Gelegenheit übt man sich in Höflichkeit und Aufmerksamkeit. Ich finde das im Großen und Ganzen sehr viel angenehmer als angeraunzt oder schlecht bedient zu werden. Außerdem kommt man hier sehr schnell ins Gespräch und hat auch weniger Scheu, andere Menschen anzusprechen oder um Hilfe zu bitten. Jeden Tag gibt es einige nette Unterhaltungen!</p>
<p>Fotos von Wellington im Album, Am zweiten Tag kippte das Wetter und man konnte nun sehr deutlich die Nähe zur Südinsel spüren. Es war bestimmt 5 Grad kälter als noch am Lake Taupo und ein scharfer, kühler, feuchter Wind jagte durch die Stadt. Brrr&#8230;im Winter muss es da doch recht zugig sein. Ich habe die Bewölkung genutzt und bin ins Te Papa gegangen (war kurioserweise „Unsere Mutter (Erde)&#8220; bedeutet. Das größte neuseeländische Museum beeindruckt auf 4 Etagen mit allem was man über Neuseeland wissen möchte. Im Te Papa gibt es Antworten auf alle Fragen.</p>
<p>20. Maerz, morgens - inzwischen seit gestern Nachmittas in Sydney. Mache eben eine Pause – habe mir in dem Whirlpool  oben auf dem Berg ziemlich übel die Bandscheibe verrenkt und lauf jetzt mal zur Apotheke&#8230;.. Man wird nich juneger. Oh wei.</p>
<p>Bilder kommen später!</p>
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		<title>Von der Kauri Coast zur Coromondel Peninsula</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 00:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für die Freunde von Statistiken]]></category>
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		<description><![CDATA[

 Zwei Alben im Anschluss!
&#160;
9. März (cara Mariella in L.A. – HAPPY BIRTHDAY! Buon compleanno!!)
&#160;
Wenn ein (noch so netter, liebenswerter) Neuseeländer Dir sagt: „Oh, no problem, you&#8217;ll do that easily“ dann glaube ihm NIE. Denn es wird alles – nur nicht „easily“. Und „Oh, about an hour“ bedeutet eigentlich 2,5 Std. In etwa. 
&#160;
Mit diesem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=62&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><a href="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/_08-all-at-sea.mp3" title="_08-all-at-sea.mp3"><br />
</a></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"> Zwei Alben im Anschluss!</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">9. März (cara Mariella in L.A. – HAPPY BIRTHDAY! Buon compleanno!!)</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Wenn ein (noch so netter, liebenswerter) Neuseeländer Dir sagt: „Oh, no problem, you&#8217;ll do that easily“ dann glaube ihm NIE. Denn es wird alles – nur nicht „easily“. Und „Oh, about an hour“ bedeutet eigentlich 2,5 Std. In etwa. </font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Mit diesem Einstieg möchte ich vom bislang anstrengendsten Teil der Reise erzählen. In den letzten zwei Tagen habe ich mir definitiv zu viel zugemutet – fühle mich im Moment richtig erschöpft und gestresst. Hört sich sicherlich eigenartig an, aber so ist es. Bin sehr getrieben und kann schlecht inne halten. Das liegt in erster Linie daran, dass ich soooo neugierig auf all die schönen Plätze und Orte bin &#8211; dadurch entsteht ein nicht unerheblicher Bewegungsdruck – „heiter, heiter, immer weiter“ lautet die Devise. Diese Form des Reisens hat natürlich viele schöne Seiten, da es sich anfühlt wie ein Roadmovie, aber auf der anderen Seite ziehen die Bilder in einem japanischen Reisetempo an mir vorüber und ich habe Angst, dass ich sie verliere, dass sie nicht haften bleiben. Außerdem könnte ich nach den mentalen und emotionalen Anstrengungen der letzten Monate gut ein wenig Ruhe gebrauchen. Ich muss also dringend zwischendurch auch „ankommen“, um wieder klaren Geistes weiterziehen zu können. Und auch die Kamera muss ich mal beiseite legen – ich habe schon Unmengen an Fotos  &#8211; das wird ein DIA-TSUNAMI. Freut euch!</font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Zu kämpfen hatte ich besonders zwei Ärgernissen: Mit einem dreitägigen, sehr heftigen Kopfschmerz – wahrscheinlich ausgelöst durch das Antibiotikum, dass ich aus dem Grund einfach abgesetzt habe. Und dann waren da noch die Straßenverhältnisse. Neuseeland ist das Land der 400 Milliarden Kurven. Alle 2 Meter kommt eine – meistens eine scharfe, oft in Serpentinenform, also auch noch steil nach oben oder steil nach unten. Konkret bedeutet das: Hat man noch 17 km Strecke vor sich, braucht es unter Umständen noch 45 Minuten bis man wirklich ankommt, da man die Geschwindigkeit permanent auf 25 kmH drosseln muss. Ich bin heilfroh, dass der Colt (habe erst Tage später festgestellt, dass ich gar keinen Toyoto Corolla bekommen habe, sondern einen Mitsubishi Colt) ein Automatikgetriebe hat. Über Stunden alle zwei Meter schalten zu müssen, wäre die Hölle gewesen. </font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Jedenfalls bin ich vom Trounson Park aus an der Westküste wieder südwärts zurück durch das Nadelöhr Auckland und dann scharf links auf die Coromandel Peninsula – das landschaftliche Highlight dieser Etappe, aber dazu später mehr. Ich habe übrigens mal die toten Oppossums auf der Straße gezählt: 14 Stück auf 250 km. Pakekos, Marder, andere Vögel mal außer Acht gelassen. Es liegt erstaunlich viel totes Tier auf neuseeländischen Straßen herum. </font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Übernachten wollte ich eigentlich in Thames an der Coromandel-Ostküste, aber bis dahin habe ich es nicht mehr geschafft. Ich war den ganzen Tag gefahren, gefahren und gefahren. Gefühlte 700 km, aber tatsächlich waren es nur ca. 250 – und die &#8211; bis auf eine kurze gerade Strecke von 60 km – alle im o.g. Kurvenstil. Nun, zwischen Auckland und Thames gibt es aber leider keine Unterkünfte, nix, nada, niente. Und so war es schon fast dunkel und ich stand mitten auf einer Landstraße im Nirwana, ohne Aussicht auf ein Bett. Sah mich schon den Fahrersitz in die Liegeposition runterkurbeln. Die Rettung kam in Gestalt einer alten Dame, die mir eine private „Backpacker“-Adresse gab. Lag quasi am (stark befahrenen) Landstraßenrand in Maramarua: ein kleines Hutzelhäuschen,  direkt an einer Pferdekoppel. Wie so oft hier, stand alles offen als ich vorfuhr. So geht man einfach in ein Haus hinein, ruft „hello“ und aus irgendeiner Ecke des Hauses hallt in der Regel ein „Oh, hi there!“ zurück. Selbst Tim im Moana Vista in Auckland hatte die Haustür immer sperrangelweit offen. Ich finde das herrlich!</font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Hier waren es Ruth und James, die mich warmherzig begrüßten. Ein junges, sehr nettes Paar: Ruth, Engländerin, Reitlehrerin und Landwirtin und James, echter Kiwi, Banker (wonach der nicht aussah). Wir waren uns auf Anhieb sympathisch – und ich habe dem Himmel für diese netten Menschen gedankt. Wir haben uns an diesem Abend und am nächsten Morgen über dies und jenes unterhalten und ich weiß nun folgendes:</font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Dass 	die Neuseeländer „Kiwis“ gerufen werden, ist zwar schon 	irgendwie auf das Nationalmaskottchen zurück zu führen, 	aber eigentlich war es die Kiwi-Schuhcreme (Bild im Anhang). Die war 	im 2. Weltkrieg nämlich schwer beliebt und trug den 	Neuseeländern unter den Soldaten (und später weltweit) den 	Spitznamen zu.</font></font></p>
</li>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Depression 	ist in Neusseland weit verbreitet. Die Suizid-Rate ist hoch – 	besonders unter Jugendlichen. Ich kann das inzwischen sogar ein 	bisschen nachvollziehen. Das Land ist so groß und hat so viel 	„Nichts“ &#8211; wenn man das immer und ausschließlich hat, dann 	verengt sich trotz der Weite des Landes der Blick aufs Leben. Da 	gibt es keine Anregungen, keine Impulse, zu experimentieren. Hinzu 	kommt meiner Meinung nach noch die besonders in Ländern mit 	angelsächsischen Wurzeln ausgeprägte Scheu vor 	seelischen/emotionalen Angelegenheiten. Natürlich ist es schön, 	sich das Leben mit einem fröhlich gepfiffenen „no worries“ 	rosarot zu malen, klappt aber halt nur vordergründig bzw. nicht 	immer. Das Leben ist so viel komplexer. Da lobe ich mich doch die 	tradierte deutsche goethe-nietzsche-rilke-eske Form von 	Schwermütigkeit, die im Umkehrschluss eine ganz andere Qualität 	von Heiterkeit hervorbringt. Nicht zu verwechseln mit schwarzem 	Humor – das ist nichts Germanisches. Das können die anderen 	besser. Aber ich schweife ab.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Auf 	den Schnellstraßen um Auckland herum sollen heute noch 	Straßenschilder mit folgender Anweisung zu finden sein: Jafas 	- drive slowly. Das Jafas steht für: Just Another F&#8230;. 	Aucklander. Das ist doch unglaublich! Als offizielles Schild! Die 	sind ja drupp.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Alle 	Engländer in NZ sind POMS  &#8211; Prisioners Of Mothership, Das war 	die Bezeichnung für die englische Häftlinge, die früher 	nach Australien, quasi ins Exil, verschifft wurden.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Der 	Neuseeländer an sich geht am Wochenende gerne mal zum Sport – 	ich habe den Eindruck gewonnen, dass der Großteil der 	Bevölkerung gar kein oder wenig Interesse an kulturellen 	Aktivitäten hat. Das ist in Auckland und gerade in Wellington 	sicher anders.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Engländer 	werden im Cricket NIE besser sein als die Kiwis.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Es 	gibt viele Neusseeländer, die sehr über das Ausmaß 	der Maori-Entschädigungen besorgt sind. Viele jungen Maori 	(obwohl es inzwischen keine „reinrassigen“ &#8211; wie saht man das 	politisch korrekt? &#8211; mehr gibt) leben von staatlichen Zuwendungen 	und schaffen sich keine beruflichen Perspektiven bzw. sie finden sie 	nicht. Das Ergebnis dieser Langeweile und Perspektivlosigkeit sind 	unter anderem „Gangsta“-Gruppen wie wir sie aus den USA und 	inzwischen auch aus Deutschland kennen. Diese hier sind noch 	wesentlich unschuldiger als die bis unter die Zähne bewaffneten 	amerikanischen Kollegen, ab er es ist ein Trend, sagten mir Ruth und 	James. Aufgemotzte Autos, Goldketten, laute Ghettoblaster, das ganze 	Programm. Human nature. Überall das gleiche Spiel. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Die Nacht bei Ruth und James war relativ schlaflos – ich war von der Fahrt derartig überdreht, dass ich nicht zur Ruhe kam. Bin am nächsten Morgen los, Richtung Coromandel, ein kleines (Goldgräber-)Städtchen im Norden der Halbinsel. Die Strecke dorthin war UNFASSBAR KURVIG. Eine sehr schmale, unbefestigte Küstenstraße, die an manchen Stellen sogar nur noch einspurig ist, führt ca. 100 km direkt unmittelbar am Meer und kleinen Buchten entlang. Ein Traum, wenn man nicht mit höchster Konzentration seine Augen auf die Straße heften müsste. Die Reise führt einen durch Minimini-Örtchen mit 5-6 Häusern. Sehr beschaulich und gemütlich, das alles. Irgendwann, auf dem Weg nach Coromandel führt die Straße einen dann ebenso kurvenreich steil up the hill – ein mühsamer Anstieg für meinen Colt.  Und wenn man den höchsten Punkt erreicht hat, dann traut man seinen Augen kaum. Postkartenmotive ohne Ende – sattes Grün, Weiden an Steilhängen mit Kühen, Schafen, Pferden und Rehen (!). Es ist kein Wunder, dass gerade auf Coromandel sehr viele ausgestiegene, eher alternativ lebende Großstädter zu finden sind. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">So fand ich zufällig auch zum Mona Retreat, einem „Recreation and Yoga Center“ sehr abgelegenen in den Bergen (Ulli, dear, Du hast es richtig eingeschaetzt!!). Und von dort aus, noch ein Stückchen höher, zum Waimona Spa. Im Mona Retreat (viele Fotos im Album!) habe ich das bislang beste Essen meines Neuseeland-Besuchs genossen (ich wurde zum lunch eingeladen und man bat nur um eine kleine Spende) – endlich anständig zubereitete, gesunde Kost. Es war ein Festmahl. Anschließend habe ich dann bei Sol, einem sehr netten Kanadier, der sich in diesen Bergen mit dem Retreat und dem Spa einen Lebenstraum erfüllt hat, eine relaxierende Massage genossen – meine Nackenmuskulatur fühlte sich nach den anstrengenden Fahrten an wie Beton. Sol vermietet dort auch für sehr wenig Geld kleinere und größere Hütten, die einen spektakulären Ausblick haben. Es war unbeschreiblich schön dort oben. Aber auch ein wenig ZU gesund und mindful; Ihr wisst schon; lasierte Kiefernmöbel, Duftlampen noch und nöcher, alle sehr bedächtig und mit diesem speziellen alternativen Anstrich, der manchmal zu viel ist. Dennoch ist es ein besonderer Zufluchtsort mit wunderschönen Wanderwegen und einer Stille, die fast furchteinflößend ist. Ich hätte gerne zumindest eine Nacht dort verbracht, hatte aber bereits für den Abend eine Unterkunft an der Wetküste gebucht.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Nach diesem ungewöhnlichen Intermezzo, habe ich in Coromonandel einen weiteren kleinen Stopp eingelegt, und dann ging es ebenso kurvenreich scharf rechts in die bewaldeten Berge, über den Bergkamm bis zur Westküste der Halbinsel. Der Weg dorthin war erneut gesäumt von viele Momenten, die ich nicht vergessen werde. Diese Landschaft raubt einem wirklich den Atem. An der Westküste angelangt bin ich dann südwärts in Richtung Waihi Beach. Eine sehr, sehr anstrengende Tour und am Ende habe ich fast die Nerven verloren, weil ich dachte, dass ich nie mehr ankommen würde. Die letzten 30 km hatten sich wie Kaugummi in die Länge gezogen. Auf den letzten 5 km habe ich tatsächlich ein paar Tränen vergossen. Das war der erste ernstere einsame Moment.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Ich kam total erledigt und mit lädierten Nerven im gebuchten Holiday Park an – leider stellte sich sofort heraus, dass das auch noch die erste Fehlbuchung war. Zwar direkt am Strand gelegen, aber so eine typische Campinganlage ohne Atmosphäre. Nicht zu vergleichen mit Russell oder Kauri Coast, die so klein und schön waren. Mein Zimmer hatte eine wunderschöne Terrasse, war aber so hellhörig, dass ich morgens um 5.30 Uhr vom Nachbarlärm wach wurde. Ich war wütend und immer noch totmüde, konnte aber nicht mehr einschlafen. Bin also an den Stand marschiert und habe einen Sonnenaufgang erleben dürfen, den ich nicht beschreiben kann. Rot-orange-pink-gelb war der Himmel und die Luft glasklar. Es war gerade Ebbe, d.h. das Meer hatte sich erst vor Kurzem zurückgezogen. Der Strand war dadurch sicherlich mehr als 40 Meter breit. Unzählige große braune und kleine weiße Möwen, die gerade ihr Frühstück einnahmen: Es gab eine lange Spur von ca. 20 Fischkadavern, jeder von ihnen ungefähr 50 cm lang. Ich nehme an, dass es große Snapper waren, die von Fischern über Bord geworfen worden waren. Die Köpfe waren fast perfekt erhalten, aber der Rest war  nur noch ein Graetengerüst. Die Möwen stritten sich um jeden Bissen und es herrschte eine für diese Tageszeit unerwartete Betriebsamkeit. Ein seltsames Spektakel, das gleichzeitig etwas sehr Besonderes war. Fühlte sich an wie in einem kitschigen Hollywood-Streifen. Fehlte eigentlich nur der Mann, der irgendwo auf einen wartet. Aber gut,  das ist wieder ein anderes Thema. Bin eine Stunde diesen unendlichen Strand entlang gelaufen und war am Ende sehr dankbar, dass der Tag so gestartet ist. Ich möchte sagen, dass ich in diesen 1,5 Stunden so etwas wie göttlichen Schutz und göttliche Kraft spüren konnte – das war ein bewegendes und – ich benutze das Wort hier sehr bewusst – auch ein spirituelles Erlebnis. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Nach einem ebenso perfekten Cappuccino  (die neuseeländische Kaffeekunst steht der italienischen in nichts nach!!) im Strandcafé habe ich mich dann nach einer neuen Bleibe in diesem 1.500-Seelen-Ort umgesehen. Und bin auch fündig geworden. Das Seagulls B&amp;B wartete auf mich (später las ich dann auch im Lonely Planet von dieser schönen Accomodation, aber gefunden hatte ich es „per Zufall“. Ich will nicht viel sagen – die Bilder im Album sprechen für sich. Mit 90 NZD (ca. 50 Euro) ist es erstaunlich günstig für das, was hier geboten wird: Die freundlichen und weit gereisten Besitzer Marie und Stephen, ein fantastischer Ausblick aufs Meer, eine herrliche Ruhe und ein saubequemes, King-size-Bett. Frühstück wird auf der oberen Terrasse eingenommen, zusammen mit den beiden anderen Gästen, einem älteren Paar aus Australien. Alles in allem super. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Alles gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam hier. Kaum ein Auto zu sehen, nur vereinzelt Menschen, dafür viel Sand, viel Meer, viel Busch. Eine nette Kanadierin, die ich beim Bäcker traf, „klebt“ seit 4 Woch hier fest, weil sie es so schön findet. Sie reist seit Dezember allein durch Neuseeland und ist genauso begeistert wie ich es bin. Allerdings kann sie noch bis Mai bleiben – ich beneide sie!</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Am späten Nachmittag gab es am Strand noch einen sehr bewegenden Moment. Die Sonne schien durch einige Lücken des Wolken verhangenen  Himmels, der Ozean war aufgewühlt und warf hohe Wellen und ein sehr feiner Regen setzte ein. Und plötzlich zeigte sich auf dem Meer, ganz nahe ein perfekter Regenbogen &#8211; die beiden Enden des Bogens tauchten einfach ins Meer ein – das Bild war einfach wundervoll.  Vielleicht könnt Ihr etwas auf den Fotos erkennen.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">1</font></font><font color="#000000"><font size="2">1</font></font><font color="#000000"><font size="2">. März</font></font></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Habe mich spontan  entschlossen, einen weiteren Tag hier zu verbringen – ich sah mich nicht in der Lage, Auto zu fahren. Inzwischen hab ich mich etwas erholt und genieße die besondere slow-motion-Atmosphäre in diesem Nest, die mich stark an David Lynch- oder Jim Jarmusch-Filme erinnert. Der Tag ist bei herrlichem Wetter so dahin geplätschert, ich war schwimmen, hab einen ausgiebigen Strandspaziergang gemacht und mein Reisetagebuch geschrieben. Mein letzter Abend in Waihi Beach. Der Aufenthalt im Seagulls hat mir gut getan. Heute Abend wurde ich noch zu einem Abendessen auf der Terrasse eingeladen –  so haben wir zu fünft einen sehr netten Abend verbracht und über Merinowolle, neuseeländischen und australischen Wein und Anderes geplaudert. Der inzwischen wichtigste Beschäftigungszweig in Neuseeland ist offenbar der Tourismus, dicht gefolgt von der Landwirtschaft, die mit ihren Exportprodukten (Kiwis, Advocados, u.a.) auch ganz weit vorne ist. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Ach ja, WICHTIGE INFORMATION: Bin seit heute ohne Handy – hoffentlich nur vorübergehend. Mein Handy ist einem Cappuccino-to-go zum Opfer gefallen. Hatte diesen, weil ich beide Hände gerade voll hatte, in meine Tasche gestellt  und ihn dann vergessen. Alles Weitere erzählt sich von selbst. Umhängetasche, Hose, Hemd versaut, Handy schwamm in der Milchkaffeesuppe auf dem Boden meiner durchtränkten Tasche – was für ein Anblick. Aber ich glaube, dass es die SIM_Karte noch tut, also muss ich nur ein billiges Handy besorgen. Mal schauen, was geht sobald ich wieder in der Zivilisation bin. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Morgen früh geht es Richtung Rotorua und Lake Taupo im südlichen Zentrum der Insel. Die Zeit läuft mir bedauerlicherweise davon – ich werde einiges nicht sehen können, denn ich möchte auf keinen Fall meinen Wellington-Aufenthalt verkürzen. Am 17. März geht es dann frühmorgens nach Australien, quasi direkt in die Blue Mountains.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Seid alle umarmt, bin froh, dass ich Euch auf dieser Reise dabei habe.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">P.S. Nachtrag: 12 Stunden spaeter geht es wieder, das Handy!!!</p>
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		<title>Von der Bay of Islands zur Kauri Coast</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 00:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Possierliche Tierchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sensationen und andere "Boah!`s"]]></category>
		<category><![CDATA[Viel Gegend]]></category>

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ACHTUNG: Nach diesem Eintrag findet Ihr 2 weitere neue Foto-Alben! Unbedingt ansehen!
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Tag-ich-weiß-es-nicht-mehr (ich glaube 9)
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Konnte die letzten zwei Tage nicht ins Internet und hatte auch kein Handy-Empfang – war im Wald&#8230;.und in was für einem!!! Unbeschreiblich, wirklich. Später erzähle ich mehr. Ich hoffe, dass ich nun endlich auch mal ein kleines Filmchen einstellen kann, das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=59&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">ACHTUNG: Nach diesem Eintrag findet Ihr 2 weitere neue Foto-Alben! Unbedingt ansehen!</p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="3">Tag-ich-weiß-es-nicht-mehr (ich glaube 9)</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;">Konnte die letzten zwei Tage nicht ins Internet und hatte auch kein Handy-Empfang – war im Wald&#8230;.und in was für einem!!! Unbeschreiblich, wirklich. Später erzähle ich mehr. Ich hoffe, dass ich nun endlich auch mal ein kleines Filmchen einstellen kann, das vielleicht besser transportiert, was ich versuche, in Worte zu fassen. Aber fangen wir beim letzten Ende an:</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Von Russell (noch ein nettes Detail über Russell: Der Ort bzw. die gesamte Bay of Islands galt im 19. Jhd. als „pazifischer Höllenort“, weil dort viele Seeleute „strandeten“ und sich diversen Lastern hingaben. In der Bucht muss es heiß hergegangen sein – Party ohne Ende. Davon ist heute nichts mehr zu spüren – na ja, einen Hauch lockeren Lebens versprüht noch der einzige Pub in town. James Cook (der war auch überall, gell?!) und Charles Darwin waren auch in Russell. Darwin spendete Geld für den Bau der (ältesten) Kirche Neuseelands (Bilder im Album). Ist aber vielleicht kein so spannendes Detail. Spannender mag da sein, dass sich in diesem Mini-Örtchen das wahrscheinlich teuerste „Hotel“ Neuseelands versteckt. Eagle&#8217; s Nest heißt es (muss direkt an einer Klippe liegen), und es ist so gut versteckt, dass man es wirklich nicht findet. Außerdem heißt es: „Wenn Du fragen musst, was eine Übernachtung dort kostet, dann kannst Du es Dir nicht leisten, dort zu wohnen.“ Madonna und Konsorten steigen dort ab, wenn sie in Town sind. Die King`s Suite kostet wohl 150.000 Euro die Woche, Porsche inklusive. Beim nächsten Mal bin ich dabei. Bestimmt!</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Also, von Russell gings zurück nach Paihia und von dort ins sehr nahe gelegene Waitangi, dem idyllischen Platz, an dem der heute immer noch gültige Vertrag zwischen den Maori und der englischen Regierung unter Queen Victoria geschlossen und unterzeichnet wurde. Jedes Jahr versammeln sich dort Maoristämme aus ganz Neuseeland und europäische Abkömmlinge zu einer feierlichen Zeremonie. Ich habe Fotos von diesem historischen Moment in 1840 gesehen. Beeindruckend, welche Welten da zueinander gefunden haben. Ein Wunder, muss man fast sagen. An das Vertragsgebäude schließen sich 560 ha Naturschutzgebiet mit Mangrovenwäldern und Urwald an, die Front des Hauses blickt auf ein riesiges offenes Areal, hinter dem das Meer auftaucht. Das Haus wurde an der perfekten Stelle gebaut. Es ist ein, ich nenne es mal: weit atmender Ort, finde ich. Strahlt viel Kraft, Ruhe und Frieden aus. Jedenfalls war es sehr schön, sich dieses riesige Areal anzusehen – Fotos im Album.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Da ich die Uhrzeit aus dem Augen verloren hatte (was immer häufiger vorkommt und sich wundervoll anfühlt), wäre es zu spät geworden, die geplante Strecke zum nächsten Campingplatz entlang der westlichen Kauri Coast zu fahren. Also ging es an der Ostküste zurück und dann schräg feldeinwärts. Ziel war der Top 10 Holdiay Park Matokahohe. Das feldeinwärts war, wie soll ich sagen, ein Abenteuer für sich. Ich bin auf einem sogenannten Scenic Drive geraten. Das sind in der Regel schlechte, sehr, sehr schmale (1,2-spurig), extrem oft kurvenreiche Schotterpisten, die zwar immer in ein landschaftlich umwerfendes Gebiet führen, aber auch mörderanstrengend sind. Zumindest, wenn sie 18 km lang sind (30 kmh sind das Höchste!) und Du mal austreten müsstest, es Dich aber nicht traust. Ich war extrem nervös, weil ich Angst hatte, dass mir ein Milchtruck oder Ähnliches entgegen kommt und ich zum Anderen auf der Karte nicht ausmachen konnte, ob ich an der richtigen Stelle wieder aus dem Dschungel herauskomme. Am Ende der Schotterpiste eröffnete sich mir der Blick auf&#8230;&#8230;eine weitere Piste dieser Art. Weit und breit kein Schild, kein nix. Nur Kühe. Kühe, Kühe&#8230;. und Gegend, viiiiiiiiiel Gegend. Da hatte ich das erste Mal ein wenig Muffensausen. Aber da! Endlich! Ein Haus! Auf dem Hügel! Hin! Es handelte sich um eine typische Farm mit Farmer, Hühnern, sehr, sehr vielen Kühen und einer dramatisch schönen Aussicht. Der gute Mann musste sehr lachen, hat mir aber mit dem typischen „no worries, lovely“ vorbildlich den richtigen Weg gewiesen. Die sind so hilfsbereit und nett hier, das ist einfach toll.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Über Matakohe gibt es nicht viel zu sagen – erwähnenswert ist hier aber das Kauri Museum, das wirklich eine riesige Menge an Informationen und Exponaten rund um den Kauri Baum bietet. Dieser arme, gigantische Baum ist ja bis in dieses Jahrhundert hinein immer wieder gnadenlos gefällt worden, darunter Exemplare die mehr als 1000 Jahr alt waren. Eine Schande! Im Museum zeugen zig exzellente Fotos von diesen „Hinrichtungen“. Sie zeugen aber auch davon, welche enormen Anstrengungen die Waldarbeiter auf sich nehmen mussten, um einem solchen erlegten Baum (4 &#8211; 7 Meter Durchmesser, 30-60 Meter hoch) überhaupt Herr zu werden. DAS war wirklich ein Knochenjob – dagegen sind die Waldarbeiter von heute, mit Verlaub, allesamt Warmduscher (behaupte ich mal kühn).</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Von Matakohe bin ich dann über Dargaville die Kauriküste nordwärts gefahren. Ich möchte folgendes sagen: Ein absolutes MUSS für jeden Neuseeland-Besucher. Hier jagt ein Naturspektakel das nächste. „Back to nature“ &#8211; hier absolut kein Problem. Besonders beeindruckend sind die beiden Naturparks Waipoua und Trounson Forrest – in beiden gibt es noch Bestände von uralten Kauri-Bäumen, der älteste und größte von allen steht im Waipua Forrest, durch den übrigens eine 18 km lange, sehr idyliische Straße führt. Tane Mahuta (Lord of the Forrest) ist über 50 Meter hoch und hat einen Stammumfang von knapp 14 Metern. Er ist 2000 Jahre alt (!!!) und zählt damit zu den ältesten Bäumen weltweit. Ich habe meinen Augen kaum getraut. Was für ein Naturwunder! Im Waipua Forrest habe ich eine Wanderung gemacht, die ca. 5 Stunden dauerte – ich kann darueber nichts schreiben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich war allein mit ca. 1 Millionen Bauemen. Man fuehlt sich total sicher und beschuetzt. Keine Stimmen, keine Motoren, keine Flugzeuge, nur die Gerausche der Baueme und Palmen, unzaehlige Schmetterlinge, die zirpenden Zikaden und die huebschen Toene der exotischen Voegel. Das war ein Geschenk.</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Der Top 10 Holdiday Park, in dem ich übernachte, liegt quasi im Trounson Park, unmittelbar an einem verwunschen, wilden kleinen Fluss. Fühlt sich an wie in den Bergen und so hügellig ist es hier auch. Kein Haus weit und breit. Nur Kühe, immer wieder KÜHE. Die Luft hier ist so klar und gut, da macht Atmen doppelt Spaß. Aber das Klima ist sowieso fantastisch und die Luft war selbst in Auckland sehr gut.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Im Trounson Park wurde ein Programm zur Ausrottung der ärgsten Feinde des Kiwis initiiert. Das Oppossum (habe schon einige zermatscht auf dem Highway gesehen), der Marder und&#8230; wer hätte das gedacht, der Igel, sie alle haben es auf den Kiwi abgesehen. Alle drei gehören nicht zur einheimischen Fauna, sind quasi von Menschen eingeschleppt worden. Für den Kiwi stellen sie, neben Hunden, die größte Bedrohung dar. So ein Kiwi hat ja keine Flügel – also keine richtigen (haben sich im Verlauf der Evolution zurückgebildet, da der Kiwi keine Bodenfeinde kannte – bis die Europäer kamen. Ein Kiwi-Paar legt nur 2-4 Eier im Jahr und das Männchen brütet diese allein in 90 Tagen aus. Die Chancen, dass diese Eier oder der Kiwi selbst in dieser Zeit einem Feind zum Opfer fallen, sind sehr hoch. In Trounson hält man die Eindringlinge durch verschiedene Maßnahmen ab und so ist die Kiwi-Population hier auf einer Fläche von ca. 450 ha auf 200 angestiegen. Das sind sehr viele, ließ ich mir erklären. Wenn es also im ganzen Land überhaupt eine minimale Chance gibt, einen (nachtaktiven) Kiwi in seinem natürlichen Terrain zu beobachten, dann hier.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">So habe ich gestern Nacht auch die geführte 2-stündige Nachtwanderung (mit Rotlichtlampen) durch den Trounson Park für 20 NZD gebucht. Und&#8230;. ICH HABE EINEN KIWI IN FREIER WILDBAHN GESEHEN. Das war wirklich bewegend, wenn man weiß, dass dieses Tier vom Aussterben bedroht ist. Nun, wir haben den Burschen zwar nur einen kurzen Augenblick sehen können, aber gefreut haben wir uns natürlich. Zu sehen gabs auf der Wanderung außerdem noch mehr beeindruckende Kauris, Aale, Krabbenfische, super coole Glühwürmchen mit bestimmt 5 Watt, dann eine riiiiiesige Ausführung einer Mischung aus Spinne und Grashüpfer (hab vergessen, wie das Vieh heißt) Das größte Exemplar hatte den Durchmesser einer Untertasse. Nix für mich. Ach ja, und die hübschen, sehr großen Kauri-Schnecken (werden von Maori „Die Schnecken des Himmels&#8220; genannt, weil sie in der Regel in der Krone der Kauribäume zu finden sind.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Heute war Strand-Tag. Super schoene Bilder  &#8211; aber erst im naechsten Album zu finden. (Hab auch soooo schoene Filmchen gemacht, aber der Ton hoert sich an wie &#8220;Der Exorzist &#8211; Teil 9&#8243;, grauenhaft. Irgendwas stimmt nicht mit der Kamera.)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Es war – HERRLICH. Und sehr warm. Und sehr einsam. Dieser Strand zieht sich sage und schreibe 100 km die Westküste entlang – da kann man den einen oder anderen Spaziergang machen. Aufgrund fehlender Wasserreserven (und weder hier, noch am Strand gibt es irgendeine Infrastruktur – der nächste Ort ist 30 Min. entfernt. Wer da keine Lebensmittel dabei hat, hat Pech gehabt oder ist das, was auf meinen Fotos zu sehen ist. Igitt. Das war sooooooooooooooo ekelhaft. Dosen-Nudeln (aufgeweicht, matschig) in einer E- 605,302,907,402-Tomatensoße. Ich habe exakt eine Gabel gekostet und dann einen Apfel als Abendbrot genossen.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Ich stelle fest, dass ich durch die Übernachtungen auf diesen sagenhaft gut ausgestatteten und vor allem perfekt gelegenen Camping-Parks zwar günstig über die Runden komme, aber die familiäre Anbindung, die ein B&amp;B-Aufenthalt hat (wie im Moana Vista) ist natürlich nochmal etwas anderes. Persönlicher halt. Es gibt hier übrigens verschiedene Ü-Möglichkeiten:</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Backpacker`s</p>
<p style="margin-bottom:0;">Camping (von ** bis *****)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Motels</p>
<p style="margin-bottom:0;">B&amp;B von ** bis *****</p>
<p style="margin-bottom:0;">Boutique B&amp;B oder Lodges (in der Regel ab *****)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Hotels</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wenn Geld keine Rolle spielt oder wenn man nur für kurze Zeit da ist, kann man in NZ an 1000 Orten spektakulär schön wohnen (eine fantastische Aussicht gibt’s hier eigentlich immer), aber wenn man sich länger im Land aufhält, wird’s auf Dauer echt dür.</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Morgen breche ich Richtung Coromandel, eine hübsche Landzunge östlich von Auckland. Ob ich dort morgen schon ankomme, weiß ich nicht. Sind 378 Kilometer – im Landstraßentempo brauche ich dafür 5 Stunden. Mal schauen, was passiert.</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich spreche nicht viel von Menschen – das liegt daran, dass ich zwar viele kennen lerne, aber bislang ergab sich noch nichts Intensiveres. Liegt wahrsch. an dem Nomaden-Verhalten, das wir hier alle zeigen: Heute hier, morgen dort. Und abends vorher noch schnell Wäsche waschen. Da bleibt keine Zeit <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Es sind sehr viele Holländer hier, Kanadier, Engländer, klar, und Australier und auch Deutsche. Amerikaner gibt’s auch, habe aber den Eindruck gewonnen, dass die Kiwis nicht so auf Amis stehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Genug für heute. Ihr fehlt mir alle. DANKE FUER EURE GROSSARTIGEN KOMMENTARE, DIE MICH SEHR ZUM LACHEN BRINGEN!! IHR SEID DIE BESTEN!!</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
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		<title>Russell &#8211; welcome to paradise</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 22:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag, 2. März
Heute mittag bin ich von Paihia mit der Fähre nach Russell übergesetzt, was keine 5 Minuten dauerte. Auf dem Landweg hätte es über 1 Stunde gedauert.Und jetzt ist alles gut. Russell (in Maori: Kororareka, was so viel wie &#8222;schoener Pinguin&#8220; bedeutet)ist tatsächlich so romantisch wie es das selbst behauptet und der  Lonely Planet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=53&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Sonntag, 2. März</span></span></p>
<p><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Heute mittag bin ich von Paihia mit der Fähre nach Russell übergesetzt, was keine 5 Minuten dauerte. Auf dem Landweg hätte es über 1 Stunde gedauert.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Und jetzt ist alles gut. Russell (in Maori: Kororareka, was so viel wie &#8222;schoener Pinguin&#8220; bedeutet)ist tatsächlich so romantisch wie es das selbst behauptet und der<span>  </span>Lonely Planet bestätigt dies auch. Russell verfügt über keine 1.000 Einwohner (würde ich sagen) – ein ruhiger, verschlafener Ort, der sich sehr geschmeidig in eine wunderschöne Hügellandschaft einbettet. Seit gestern habe ich eine genauere Vorstellung von dem berühmten laid-back-Gefühl, das sich bei einem Besuch in Neuseeland einstellen soll. Liebe Leute zu Hause: Die sind hier tatsächlich alle extreeeeeeem entspannt und guter Laune. Super freundlich, aber dabei vollkommen unaufdringlich. Angenehme Menschen, diese Kiwis. Ich fühle mich jedenfalls pudelwohl und beginne langsam, nicht mehr auf die Uhr zu sehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich das alles so erleben darf. </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Russell ist ein sehr geschichtsträchtiges Dörfchen. Hier ließen sich die Briten um 1840 nieder, was naturgemäß erstmal zu enormen Stress mit den Maori führte, die dieses Eindringen nicht so lustig fanden. Etwas weiter im Norden, in Wanganui, kam es dann später zur Unterzeichnung eines Vertrages zwischen den Maori und den Pahekas (so werden weiße Neuseeländer noch heute genannt), der seine Gültigkeit bis heute nicht verloren hat. Er regelt Rechte, aber auch Beschränkungen für beide Seiten. Und hier fing alles an – Flagstaff Hill erinnert an die Auseinandersetzung, aber auch an den geschlossenen Frieden – eine beeindruckende Aussichtsplattform am höchsten Punkt von Russell. Von dort hat man einen absolut atemberaubenden 360 Grad-Blick über die gesamte Bay of Islands. Das ist einfach unbeschreiblich. </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Einige Fotos von Russell habt Ihr schon im Album gefunden, weitere werden bald folgen. Ich bin total verliebt in diese ruhige, schöne Bucht. Kein Lärm, keine Hektik, einfach nur RUHE. Inzwischen weiß ich auch, dass große Unterschiede in den Standards der Camping-Plätze gibt. Dieser hier ist weltklasse. Ihr werdet es auf den Fotos sehen. Meine „cabin“ ist perfekt und hat auch noch Blick aufs Meer. Und das Ganze für 50 NZD die Nacht – das sind rund 28 Euro, So gehts!<span>   </span>Die Menschen auf den Campingplätzen sind alle sehr nett und easy. Man trifft alle Altersklassen an – darunter auch viele abenteuerlustige Senioren aus aller Welt. Ich bin wirklich noch keinem Unsympath begegnet. Man plaudert ein wenig, hilft sich, wenn nötig, und dann geht jeder seines Weges. Alles sehr unverkrampft. </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span></span></p>
<p><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Montag, 3. März</span></span></p>
<p><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Heute habe ich eine längere Wanderung durch und um Russell herum gemacht und habe auch ca. eine Stunde in einer kleinen (wie so oft menschenleeren) Bucht verbracht. Dort waren nur das Meer, die Möwen und andere lustige Strandvögel zu hören – sonst nix. WUNDERVOLL!! Am liebsten würde ich hier bleiben, aber ich weiß, dass noch andere schöne Ort auf mich warten. Schon jetzt ahne ich, dass man für die Nordinsel mindestens 2 Monate Zeit bräuchte. Und für die Südinsel nochmal 2 Monate. </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Etwas Eigenartiges noch: In Neuseeland wird man in Cafés oder Lokalen nicht direkt am Tisch bedient. Nirgendwo. Very British. Man bestellt (und bezahlt) an der Bar und bekommt dann eine Karte, auf der sich auffällig große Nummer befindet, in die Hand gedrückt. Die Kellner identifizieren einen durch diese Karte und bringen einem das bestellte Getränk oder Essen an den Tisch. In besseren Restaurants ist das anders: Da gibt man die Bestellung am Tisch auf – aber bezahlt wird IMMER an der Kasse. Übrigens schließen hier die Cafés und Restaurants nachmittags. Das ist auch komisch und ungewohnt, aber erinnert an die südeuropäischen Siesta-Idee. Hier wird sie noch gelebt!</span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Was ich hier außerdem beobachte, ist, dass der Neuseeländer an sich gerne im Auto sitzend am Strand „rumlungert“. Oft auch in Gesellschaft. Mit Blick aufs weite Meer. Manche scheinen so ihre Mittagspause zu verbringen, andere scheinen nur nachzudenken. Das machen die hier reihenweise und häufig. Erinnert mich stark an Autokino. Nur, dass hier immer derselbe Film läuft. Aber der wird ja tatsächlich nie langweilig. Ist übrigens ein Generationen übergreifendes Phänomen.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Man merkt den Kiwis an, dass sie sehr innig mit dem Meer verbunden sind – ich habe noch nie so viele Segelboote gesehen. Egal wo man hinsieht: Von kleinen Nußschalen bis hin zu monströsen Yachten<span>  &#8211; </span>jeder Neuseeländer hat offensichtlich einen wassertauglichen Untersatz. Ist ja auch verständlich<span>  </span>- kein Bewohner, ob auf der Nord- oder Südinsel, braucht länger als 1-2 Stunden, um ans Meer zu gelangen. Und die meisten wohnen eh am Meer. Was fuer ein Leben!! Ich erfahre das selbst auch so: Egal, welche Strecke ich wähle – irgendwann kommt es wieder &#8211; das Meer. Das fasziniert mich sehr. </span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span></span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Ich wollte Euch doch noch vom Hände waschen berichten. Das Thema wird hier auffällig oft fokussiert. Zumindest auf den Toiletten von Restaurants und Cafés. Ich habe an den stillen Örtchen schon oft die Aufforderung gefunden: „Wash your hands“. Am besten gefiel mir aber die Anleitung in 6 Schritten – das Foto habt Ihr im aktuellen Album gefunden – leider etwas unscharf. Was es mit dieser Hygiene-Kontrolle auf sich hat, habe ich noch nicht herausgefunden, wahrscheinlich waren`s die Briten Schuld – damals, als alles begann. Wraye, sweetheart, you may know <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span></p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Genug für heute. Ich ziehe mich auf meine Kabinenkamenate zurück.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Euch allen einen schönen Tag, mir eine gute Nacht. (jetzt gerade ist zwar bei mir schon wieder morgen, aber egal)</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span></p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">P.S. Auf vielfachen Wunsch meiner lieben Freundinnen in aller Welt wird es bald auch ein special zum Thema &#8222;Zwischenmenschliches | Naturburschen&#8220; geben &#8211; inkl Fotos! Versprochen! </span><span style="font-family:Arial;"><font size="3"> </font></span></p>
<p></span></p>
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		<title>Von Auckland zur Bay of Islands (Abendrot ohne Abendbrot)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 23:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Links rum]]></category>
		<category><![CDATA[Sensationen und andere "Boah!`s"]]></category>
		<category><![CDATA[Viel Gegend]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>

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		<description><![CDATA[29. Februar / 1. März 2008
(hab diesen Bericht an einem Rechner im Internetcafe eingestellt &#8211; beschraenkte Moeglichkeiten. Daher die eigenartige Schrift) &#8211; Fotos kommen spaeter noch dazu.

Es ist 20.00 Uhr, local time, und ich sitze mit einer Flasche Heineken in meinem Motel-Zimmer (heute kam Betzens Leatherman erstmalig zum Einsatz, gibt es doch hier keinen Flaschenöffner). Es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=50&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">29. Februar / 1. März 2008</font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">(hab diesen Bericht an einem Rechner im Internetcafe eingestellt &#8211; beschraenkte Moeglichkeiten. Daher die eigenartige Schrift) &#8211; Fotos kommen spaeter noch dazu.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Es ist 20.00 Uhr, local time, und ich sitze mit einer Flasche Heineken in meinem Motel-Zimmer (heute kam Betzens Leatherman erstmalig zum Einsatz, gibt es doch hier keinen Flaschenöffner). Es gab kein Abendbrot heute. Wie gestern auch schon nicht. Wie es dazu kam, erfahrt Ihr später.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Ich schrieb es ja bevor ich aus Auckland los fuhr. Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer. Und so isses. Ganz besonders wenn man die Unterkünfte nicht im Voraus gebucht hat. Das ist vielleicht spannend, sage ich Euch. Und: Aus dem Alter, in dem diese Form von Spannung Spaß gemacht hat, bin ich, befürchte ich, raus. Entgegen der Prognose meines kompetenten Reiseagenten und meines netten Hosts Tim vom Moana Vista, ist es sehr wohl ein Problem, wirklich günstige, aber auch halbwegs nette Unterkünfte zu finden. Aber fangen wir von<span>  </span>vorn an:</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Vorgestern war es soweit: Mein silbergrauer Toyoto Corolla wartete bereits bei Avis auf mich. Ich kann kaum beschreiben wie nervös ich war als ich den Motor startete. Gleichzeitig schossen mir unzählige Fragen durch den Kopf – viele davon existentieller oder philosophischer Natur. Die tauchen auch bei heftigen Turbulenzen im Flugzeug auf. Solche, auf die es eh keine Antworten gibt. Gut, von Todesangst darf man sich jetzt nicht aufhalten lassen, pah! Da wäre die Menschheit ja nie von der Stelle gekommen. So ging`s also frisch ans Werk. Scheibenwischer nach rechts, ups, und dann den steilen Berg hinab. Wie oft ich seitdem den Scheibenwischer (links vom Steuer, das sich ja naturgemäß rechts befindet) zum Blinken missbraucht habe, vermag ich nicht mehr zu zählen &#8211; bin bereits 1.000 km gefahren. Selbstverständlich wird man, trotz des unglaublich souveränen und lässigen Fahrstils (bei einem gefühlten Puls von 358), natürlich genau durch solche Details als europäischer Tourist enttarnt: Wer bei strahlendem Sonnenschein permanent die Scheibenwischer betätigt, gehört halt nicht dazu. Aber egal. Ich werd mir das schon noch abgewöhnen. Ansonsten klappt das mit dem Steuern des Vehikels tadellos. Sogar im Kreisverkehr, denn da setze ich zusätzlich zum Scheibenwischer auch immer den Blinker. Das funktioniert gut und alle übrigen Verkehrsteilnehmer sind gewarnt. Dieses multitasking wird übrigens GANZ ENORM durch die automatische Gangschaltung erleichtert. Kann ich wärmstens empfehlen. Sie trägt schon deshalb zur Entspannung und ja, auch zum<span>  </span>Selbstschutz bei, weil man nicht ständig reflexartig zur Fahrertür greift, um den Gang zu wechseln. Ich wär bestimmt schon ein paar Mal rausgeplumst. </font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Zurück zur Route: Von Auckland aus ging es Richtung Norden, an der Ostküste entlang. Die Strecke nennt sich Hibiskus Highway (der Namensgeber machte sich etwas rar, war aber zu entdecken) und ist wirklich wunderschön – man traut seinen Augen kaum, was hinter jeder Kurve &#8211; und davon gibt es sehr, sehr viele &#8211; auf einen wartet. Ich würde sagen: Eine asiatisch-schottische Amalfiküste. Man braucht Zeit, denn es geht durch Serpentinen und daher nicht sehr schnell voran. Die Interstate Highways entsprächen eigentlich einer A1 oder A3, aber sie sehen aus wie eine mittelprächtig präparierte Landstraße, rechts und links oft steil abfallend. Bei max. 100 Sachen ist also Schluss. (Mama und Papa: Keine Sorge, alles bestens!)</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Whangaparaoa war mein erstes Ziel. Ist ein kleines, unspektakuläres Dörfchen mit einem schönen, menschenleeren Strand. Kleiner Exkurs: Das ist hier sowieso das W-Land. Ich habe den Eindruck, dass 70 % aller Wörter mit W beginnen, was insbesondere bei den Ortsnamen sehr, sehr verwirrend sein kann. Waihau, Whakatane, Waihi, Whangamata, Whiritoa, Whangaparaoa, Whitianga, Waiuku, um nur ganz wenige zu nennen. Alle Ortsnamen haben auch eine Bedeutung &#8211; ich gebe Euch bei Gelegenheit einige schoene Beispiele. Damit die Aussprache gelingt, werden noch phonetische Eselsbrücken mit geliefert. Bsp. Waikikamukau (why-kick-a-moo-cow). Also ich lache hier viel. Die Silbe „kai“ hat immer etwas mit Essen zu tun – gut zu wissen! Überhaupt gibt es zu den Maori, ihrer Sprache, ihrer Kultur Tonnen Interessantes, aber auch Trauriges zu erzählen. Ich widme diesem Thema bald ein „special“.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Von<span>  </span>Whangaparaoa aus weiter in Küstendorf Orewa, klein, gemütlich, die Hauptstraße verläuft direkt am Strand. Weiter nach Warkworth, wo ich einen Spaziergang durch den kleinen, aber sehr schönen Parry Kauri Park gemacht. Ein Dschungel, herrlich!! Dort steht auch der 800 Jahre alte McKinney Kauri – ein umwerfender Anblick. Mir traten vor Ehrfurcht die Tränen in die Augen. Wie majestätisch dieser Baum ist!! Unbeschreiblich. Zum wiederholten Mal denke ich an diesem Tag den berühmten Satz: Der liebe Gott ist immer noch der beste Designer.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Dann einen spontanen „der Nase-nach-Abstecher“ zur winzigen Matheson Bay und dadurch ein kleines Paradies entdeckt – Bilder im Album. Weiter nach Leigh, komplett verschlafenes Nest ohne jegliche Infrastruktur, aber mit einem passablen Motel – die Besitzer sind sehr hilfsbereit und gut drauf (wie alle Neuseeländer, die ich bislang kennen gelernt habe). Inzwischen war es 17.30 Uhr und ich dachte erstmalig über eine Unterkunft nach. Das Motel in Leigh hätte mich 95,00 NZD gekostet (sind ca. 45 Euro) und so dachte ich: Fährste noch zum Camping Paikiri Beach, einem Geheimtipp aus dem Lonely Planet. Geheim und gemein war auch die Schotterpiste dorthin. Ich kam gegen 19.00 Uhr erschöpft und hungrig dort an und erfuhr, dass es nur noch eine „cabin“ (das sind Einzeller-“Hütten“, ca. 4 qm groß) mit ohne alles (nur ein Bett steht drin) gab. Für schmale 30 NZD! Das war meine! Unmittelbar am Strand, der einfach sensationell ist:<span>  </span>Weiß, riiiiiiiiiiiiiiiiesig und wunderschön. Weit und breit kein Haus, kein Geschäft, kein gar nix. Also auch kein Abendbrot. Und über meine Kabine werde ich auch kein weiteres Wort verlieren. </font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Heute ging`s weiter nördlich: Über die Schotterstraße in den Paikiri „wowops“ (so bezeichnen Kiwis ihre „Pampa“) zunächst Richtung Wellsford und mit vielen Zwischenstopps nach Whangarei, einem relativ großen Städtchen. Für mich gab es dort zwei Attraktionen: Ein lebendiger Kiwi und 26 Meter hohe Wasserfälle. Beides lässt einen staunen und – mal wieder – fast weinen. Bilder im Album. Mr. Kiwi ist übrigens so groß wie ein Huhn – und er ist soooooooooooooo hübsch. Kollegin Moprock (weiß nicht ob ich&#8217;s ganz korrekt schreibe; sie heißt wie das Geräusch, das sie macht), eine einheimische Mini-Eule war ebenfalls sehr beeindruckend.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Das Endziel des heutigen Tages war die Bay of Islands (ja, sie hält das, was sie verspricht), dort die Örtchen Paihia bzw. Russell. Wollte eigentlich in Russell übernachten, bin aber nur bis Paihia gekommen, das klein, aber sehr touristisch ist. Es gibt eine Mio. Unterkünfte auf ca. 2 km Ortslänge&#8230;.gewöhnungsbedürftig. Nach der gestrigen Kabinen-Erfahrung zog es mich heute nicht Richtung „Backpacker“-Unterkunft; ein gepflegtes einfaches Motel wäre nett gewesen. Nach dem fünften Telefonat hab ich aufgegeben und bin ins nächste Hotel. Nix Besonderes, aber clean und ein eigenes Bad. Ich genieße es. Abendbrot wurde wegen Tages-Budgetüberschreitung gestrichen. Passt zum Diätplan <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Es hat heute übrigens den ganzen Tag bei ca. 24 Grad geregnet, mal aus Kübeln, mal Bindfäden. Tut dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Im Gegenteil.: Das erinnert mich sehr an Bali. Diese sehr bergige Landschaft ist auch im Regen-Nebel ein Traum. Die Vegetation ist einfach der Knaller. Kann man nicht im Foto festhalten. Immer wieder und überall die einheimische elegante Nikau-Palme, Riesenfarne, teilweise in Palmenform und -größe, 5 m hohe Bambus-Haine,<span>  </span>dazwischen diese unbeschreiblichen Bäume, die das Auge nicht kennt, dann aber auch Zypressen, Weiden, Eichen (!), Birken, eine wunderschöne Kiefernart, Tannen (kein Witz!!), gigantische Hortensien-Hügel und am Straßenrand sehr oft diese weißen bzw. blauen hochgewachsenen<span>  </span>großen Blütenkugeln, die es für teuer Geld bei uns im Blumenladen zu kaufen gibt. Die wachsen hier wie Gänseblümchen. Fotos folgen noch. </font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span><font face="Times New Roman">Ich leg mich jetzt mal hin.<span>  </span>Hab leichte Halsschmerzen. Werde morgen versuchen, eine gute Unterkunft für ein paar Tage am Stück zu finden. </font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"></font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman">Gute Nacht, John Boy. Gute Nacht, Elizabeth.</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman">P.S. In der morgigen Folge erfahren Sie, warum Hände waschen nach Zahlen hier ein großes Thema ist. Und warum Mode, liebe Mädels hier gar kein Thema ist. Schalten Sie wieder ein!</font></span></p>
<p><span><font face="Times New Roman"> </font></span><span><font face="Times New Roman"> </font></span></p>
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	</item>
		<item>
		<title>PLATZ! FÜR ALLE!</title>
		<link>http://juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com/2008/02/19/platz-fur-alle/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 00:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für die Freunde von Statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[Viel Gegend]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuseeland hat insgesamt vier Millionen Einwohner.
Das sind 15 Einwohner pro km2. Zum Vergleich:
In Deutschland hocken 231 Einwohner pro km2 auf einander.
Wahrscheinlich werde ich tagelang nicht einer einzigen Menschenseele begegnen&#8230;und am Ende kenne ich alle Neuseeländer persönlich.
Mache von jedem/jeder Insulaner/in ein Foto &#8211; für den Diaabend, Ihr wisst schon. Versprochen.
       [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=28&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Neuseeland hat insgesamt vier Millionen Einwohner.<br />
Das sind 15 Einwohner pro km2. Zum Vergleich:<br />
In Deutschland hocken 231 Einwohner pro km2 auf einander.</p>
<p>Wahrscheinlich werde ich tagelang nicht einer einzigen Menschenseele begegnen&#8230;und am Ende kenne ich alle Neuseeländer persönlich.</p>
<p>Mache von jedem/jeder Insulaner/in ein Foto &#8211; für den Diaabend, Ihr wisst schon. Versprochen.</p>
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