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	<title>Jutta im Land der langen weißen Wolke &#187; Menschen</title>
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	<description>oder: Juttis Abenteueralbum - Neuseeland, Australien und Thailand</description>
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		<title>Jutta im Land der langen weißen Wolke &#187; Menschen</title>
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		<title>Gemischte Gefühle im Süden, sehr glücklich im Norden</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 07:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[23. April (Auf der Fähre von Koh Lanta zurück nach Ao Nang)

Sawadi kap (Hallo), meine werten Leserinnen und Leser,
die Tage auf der Insel waren sehr schön, aber auch etwas getrübt durch zwischenmenschliche Problemchen hier und da. Keine Ahnung woran es gelegen hat, aber es gab einige Auseinandersetzungen und auch sprachliche Missverständnisse, die zu schlechter Stimmung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=116&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;">23. April (Auf der Fähre von Koh Lanta zurück nach Ao Nang)</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Sawadi kap (Hallo), meine werten Leserinnen und Leser,</p>
<p style="margin-bottom:0;">die Tage auf der Insel waren sehr schön, aber auch etwas getrübt durch zwischenmenschliche Problemchen hier und da. Keine Ahnung woran es gelegen hat, aber es gab einige Auseinandersetzungen und auch sprachliche Missverständnisse, die zu schlechter Stimmung geführt haben. Einige Thailänder tragen die Nase ziemlich hoch, finde ich. Und sie sind sehr versaubeutelt durch den grassierenden Tourismus, der dem Land zwar viel Einkommen beschert, aber auch viel Geduld und Ausdauer von den Einheimischen abverlangt. Und so mag es nicht verwunderlich sein, dass am Ende einer sicherlich anstrengenden 6-monatigen Touri-Saison Freundlichkeit und Aufmerksamkeit nachlassen und oft auch in genervtes und ziemlich ablehnendes Verhalten umschlagen. Ich habe mehrfach auf einfache, höfliche Fragen keine oder sehr widerwillige Antworten bekommen. Zum Einen liegt das auch daran, dass die  meisten Thais trotz der gigantischen Touristenschwemme nur sehr schlecht Englisch sprechen – ein paar Brocken eben, verbale Kommunikation ist nahezu unmöglich. Das wäre ja nicht weiter schlimm, immerhin kann man sich auch mit Händen und Füßen in der Regel bestens verständigen. Aber viele Menschen hier sind auch noch davon überzeugt, dass <strong>DU </strong>dich nicht anständig auszudrücken weißt, und sie reagieren höchst empfindlich, wenn Du ganz vorsichtig nachfragst, was sie gesagt haben. Was soll man denn machen, wenn man das Kauderwelsch nicht versteht? Ich bemühe mich sehr diese lustige Sprache zu verstehen und/oder zu interpretieren, aber die unwirsche und schnoddrige Art, mit der man mir oft begegnete, hat mich einige Male richtig auf die Palme getrieben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich denke, in touristisch uninteressanten Gegenden wird vermutlich ein anderer Ton herrschen – wenn die Menschen sich nicht permanent mit lästigen Touris rumschlagen müssen, werden sie ihr internationale gepriesenes Lächeln zeigen. Ich meine, wie wären wir drauf, wenn wir die immer gleichen Fragen jeden Tag 2000 mal hören und – schlimmer noch – beantworten müssten?? Wahrscheinlich wären wir auch schräg drauf.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Am liebsten würde ich in das abgelegenste Bergdorf reisen – um Thailand nochmals anders auf die Spur zu kommen. Das würde sich lohnen und wäre  vermutlich eine bereichernde Erfahrung. Einen Schritt in diese Richtung mache ich am Freitag. Fliege von Krabi nach Bangkok und dann weiter nach Chiang Mai, der „Perle“ des Nordens, wie man sagt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
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<p style="margin-bottom:0;">25. April</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Inzwischen ist mein Anflug von Groll (der letzte Tag auf Koh Lanta endete mit einem sehr heftigen Disput mit einem Angestellten des Twin Bay Resorts) etwas verflogen – auf der Fähre traf ich die nette Finnin Carolina wieder, der ich schon mal begegnet war – sie ist angehende Medizinerin und reist zwischen Grund- und Hauptstudium 1 Jahr lang – 7 Monate waren schon rum und sie erwartete ganz ungeduldig einige Freunde aus Finnland.  Wir haben die 1,5 Std. Fahrt sehr nett unterhalten – über Europa, über Neuseeland, übers Heiraten, über Unterkünfte auf Ph Phi Don und vieles mehr. In Ao Nang ist also wieder alles ganz nett und entspannt. Aber ich froh, bald etwas Anderes zu sehen. Der Berg ruft, würde Luis sagen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Nach „Buddha“ und „König/Königin“ (Ich habe versucht, die Konterfeis seiner Majestäten zu zählen, die mir ins Auge gesprungen sind – bei 588 habe ich aufgehört, und da war in noch nicht mal auf Koh Lanta eingetroffen!!) ist „Essen“ übrigens das wichtigste Wort in Thailand. Eine häufig gestellte Frage im Sinne von „Wie geht’s Dir?“ bei der Begrüßung lautet im Thailändischen: „Hast Du schon gegessen?“. Das spricht eigentlich Bände. Essen ist hier ein omnipräsentes Thema – fast rund um die Uhr beschäftigt sich der Thailänder scheinbar mit der Zubereitung und dem Verzehr von Speisen. Egal wo man steht oder geht – kleine Küchen sind nie weit entfernt. Und die thailändische Küche hat immer eine Überraschung parat. Ich traue mich an fast alles ran. Und glaubt mir: das thailändische Curry (rot oder grün) ist bei Weitem nicht alles – es gibt die wahnwitzigsten Kombis. Super bekömmlich und leicht: Scharf, süß, sauer, mild – alles wird hier durcheinander gegessen – es gibt keine „Regeln“ was mit was zu kombinieren oder nicht zu kombinieren ist. Anarchie in den Schüsseln und am Gaumen – wundervoll.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Der Thailänder bringt übrigens seine Getränke auch gerne mit. Neben dem Tisch steht dann ein kleines Wägelchen, auf dem alle Instrumente und Zutaten für diverse Drinks stehen und das Restaurant-Personal spielt regelmäßig den mobilen Barkeeper und mixt der Gesellschaft neue Drinks. Fast immer ist Johnny, der Walker, im Spiel. Was die Thais an braunem Whiskey so sehr mögen, ist mir schleierhaft. Aber gut – wenn&#8217;s schmeckt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
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<p style="margin-bottom:0;">26. April</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Seit gestern in Chiang Mai &#8230;&#8230;&#8230;. und super, super HAPPY darüber, dass ich diesen Abstecher tatsächlich noch gemacht habe. Ich bin versöhnt, denn meine Gefühle für Thailand waren in den letzten Tagen doch arg getrübt. Chiang Mai macht alles wieder gut und das in einer rasenden Geschwindigkeit.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich habe durch gute Recherche ein sensationelles Bed &amp; Breakfast gefunden, eine Oase direkt am Fluss, am Rande des Altstadt. Das Baan Orapin (=Orapins Zuhause und Orapin hieß die inzwischen verstorbene Oma der Familie) ist ein 100 Jahre altes Anwesen mit einem herrlichen Garten und nur 10 Zimmern. Die Lanna-Architektur ist wunderschön – ihr werdet es im nächsten Album sehen. Diese außergewöhnlichen 2-Giebel-Teakhäuser wurden von 1900 bis 1960 in dieser Region Thailands gebaut; das Erdgeschoß befindet sich immer ca. 2 m vom Boden entfernt, die Räume haben alle ca. 3 m hohe Decken und es gibt unzählige hohe, schmale Fenster, die alle mit Läden zu schließen sind. Durch die Süd-Nord-Ausrichtung der Häuser (und Fenster) ist immer eine perfekte Luftzirkulation im ganzen Haus gewährleistet.  Ventilator oder Air-Con sind da gar nicht nötig. Die Häuser sind entweder dunkelbraun oder aber schneeweiß und sie sind immer verziert mit wunderschönen Holzschnitzarbeiten, die alle per mühseliger Handarbeit entstanden sein müssen. Ich kriege hier kaum den Mund vor Erstaunen zu.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Mein kleines B&amp;B-Juwel liegt strategisch perfekt, und wenn man das große Tor von diesem ruhigen Paradies öffnet, steht man unmittelbar mitten im lauten Leben und auf einer sehr schmalen, aber stark befahrenen Dorf-Straße, die von super netten Interieur-Geschäften, kleinen Galerien, super romantischen River-Cafés und Restaurants gesäumt ist, wo abends junge thailändische Bands ihr Können live zum Besten geben &#8211; GROSSARTIG! Und:  Alles ist außerordentlich geschmackvoll in Szene gesetzt, Man merkt ganz deutlich, dass Chiang Mai eine wachsende Kulturszene und sehr viel Sinn für Ästhetik und schöne Dinge hat. Meine Augen freuen sich nach dem endlosen, grässlichen Ramsch-Zeug in Ao Nang so sehr über diesen abwechslungsreichen Mix an Stoffen, Perlen, Silber, Seide, Lack, Stein, Holz. Auch in einigen Galerien war ich schon und so wie es aussieht, werde ich schwach und bringe noch etwas Kunst mit nach Hause. Die Preise des alltäglichen Lebens sind sehr zivil &#8211; jetzt fällt mir auf, wie teuer es im Süden war!!. Und die Menschen hier. SUPER SUPER nett, hilfsbereit und sehr fröhlich!! Ich feixe hier mit den Einheimischen oft herum und sie sind immer für jeden, noch so albernen Spaß zu haben. Das klappt oft auch ganz ohne Worte – mit Gestik und vor allem Mimik kommt man sich oft näher als mit Worten – das hat die Natur gut eingerichtet.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich dachte nämlich schon, ich sei in den letzten 10 Tagen komisch drauf gewesen, aber viele Leute hier oben bestätigen mir, dass das Benehmen der Menschen im Süden durch den starken Tourismus sehr schlecht geworden ist und sie selbst zu Thailändern aus anderen Regionen ziemlich  kurz angebunden und unfreundlich sind. Also, ich würde bei meinen nächsten Besuch definitiv mehr Zeit im Norden verbringen, und außerdem würde ich – was ja auch mein Plan war – nur auf ganz kleine Inseln fahren. Koh Ngai (spricht sich Hai) kann ich wärmstens empfehlen und Koh Jum wird mich auch noch sehen.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Leute, eins muss ich jetzt doch mal festhalten: Ich habe auf dieser Reise so deutlich wie nie zuvor gespürt, was es heißt, in Europa geboren zu sein – überhaupt hat dieses Hüpfen von Kontinent zu Kontinent dazu geführt, dass sich ein ganz neues Bewusstsein für meine europäische Identität in mir entfaltet hat. Mir wird – auf eine mir bis dato unbekannte Art &#8211; jedes Mal doch ganz warm ums Herz, wenn ich sagen kann: I&#8217;m from Europe. Das „Deutschsein“ spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Aber mir wurde in den letzten Wochen auch nochmals klar, dass ich in einem besonders ernsten, ehr nüchternen und dunklen Teil von Europa lebe. Es ist wichtig, immer mal wieder Abstand von den heimischen Lebensbedingungen und -gewohnheiten zu nehmen, um den Blick wieder fürs Wesentliche zu schärfen. Außerdem genieße ich es, keine Nachrichten zu sehen oder zu lesen und nicht mit  schlechten News über Konjunktur, Finanzmärkte oder sonstigen lebensfremden Quatsch konfrontiert zu werden.</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Bevor ich meine Rückreise (sehr, sehr, sehr widerwillig!!) antrete, erzähle ich Euch noch ein wenig über Chiang Mai – von dem ethnologischen Multikulti-Mix, von den herrlichen Wat (Tempeln), von der schönen Handarbeit,  vom Nachtbazaar und von meinen Begegnungen hier.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Und Fotos kommen auch – Ich muss Euch unbedingt zeigen, wie schön Chiang Mai ist!</p>
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<p style="margin-bottom:0;">Sawadi kap, mes amis.</p>
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		<title>Dramatische Filmaufnahmen vom Lagurus lagurus</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 10:47:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine sehr verehrten Damen und Herren,
einige von Ihnen haben die Sendung meines Kollegen und guten Freundes Prof. Dr. Dr. Heinrich Betzmek wahrscheinlich live verfolgen können. Seit einigen Wochen hatten die Gazetten immer wieder auf diese Sondersendung hingewiesen.  Heinrich konnte in seiner letzten Sendung exklusive und spektakuläre Filmaufnahmen des bekannten Naturforschers und Kameramanns Dr. Jakob [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=72&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,</p>
<p>einige von Ihnen haben die Sendung meines Kollegen und guten Freundes Prof. Dr. Dr. Heinrich Betzmek wahrscheinlich live verfolgen können. Seit einigen Wochen hatten die Gazetten immer wieder auf diese Sondersendung hingewiesen.  Heinrich konnte in seiner letzten Sendung exklusive und spektakuläre Filmaufnahmen des bekannten Naturforschers und Kameramanns Dr. Jakob Pfletschinger zeigen. Diese Aufnahmen werfen ein ganz neues Licht auf den sonst eher friedfertigen lagurus lagurus (der gemeine Steppenlemming). Durch diese bewegten Bilder werden wir Zeugen eines Dramas, wie wir es so noch nie gesehen haben. Von Dr. Pfletschinger fehlt seit diesem unglückseligen Vorfall leider jede Spur.</p>
<p>Falls Sie die Sendung verpasst haben, können Sie sich über den  folgenden link nochmals die atemberaubenden Filmaufnahmen des todesmutigen Forschers anschauen. Ihm gebührt  unsere ganze Hochachtung und Anteilnahme.</p>
<p>Achtung: Die Aufnahmen sind nichts für zart besaitete Gemüter.</p>
<p>http://de.youtube.com/watch?v=xC9ojm8qPzg</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Von der Kauri Coast zur Coromondel Peninsula</title>
		<link>http://juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com/2008/03/12/von-der-kauri-coast-zur-coromondel-peninsula/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 00:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jutti_down_under</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für die Freunde von Statistiken]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Viel Gegend]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>

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		<description><![CDATA[

 Zwei Alben im Anschluss!
&#160;
9. März (cara Mariella in L.A. – HAPPY BIRTHDAY! Buon compleanno!!)
&#160;
Wenn ein (noch so netter, liebenswerter) Neuseeländer Dir sagt: „Oh, no problem, you&#8217;ll do that easily“ dann glaube ihm NIE. Denn es wird alles – nur nicht „easily“. Und „Oh, about an hour“ bedeutet eigentlich 2,5 Std. In etwa. 
&#160;
Mit diesem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=juttaimlandderlangenweissenwolke.wordpress.com&blog=2877316&post=62&subd=juttaimlandderlangenweissenwolke&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><a href="http://juttaimlandderlangenweissenwolke.files.wordpress.com/2008/03/_08-all-at-sea.mp3" title="_08-all-at-sea.mp3"><br />
</a></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"> Zwei Alben im Anschluss!</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">9. März (cara Mariella in L.A. – HAPPY BIRTHDAY! Buon compleanno!!)</font></font></p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Wenn ein (noch so netter, liebenswerter) Neuseeländer Dir sagt: „Oh, no problem, you&#8217;ll do that easily“ dann glaube ihm NIE. Denn es wird alles – nur nicht „easily“. Und „Oh, about an hour“ bedeutet eigentlich 2,5 Std. In etwa. </font></p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Mit diesem Einstieg möchte ich vom bislang anstrengendsten Teil der Reise erzählen. In den letzten zwei Tagen habe ich mir definitiv zu viel zugemutet – fühle mich im Moment richtig erschöpft und gestresst. Hört sich sicherlich eigenartig an, aber so ist es. Bin sehr getrieben und kann schlecht inne halten. Das liegt in erster Linie daran, dass ich soooo neugierig auf all die schönen Plätze und Orte bin &#8211; dadurch entsteht ein nicht unerheblicher Bewegungsdruck – „heiter, heiter, immer weiter“ lautet die Devise. Diese Form des Reisens hat natürlich viele schöne Seiten, da es sich anfühlt wie ein Roadmovie, aber auf der anderen Seite ziehen die Bilder in einem japanischen Reisetempo an mir vorüber und ich habe Angst, dass ich sie verliere, dass sie nicht haften bleiben. Außerdem könnte ich nach den mentalen und emotionalen Anstrengungen der letzten Monate gut ein wenig Ruhe gebrauchen. Ich muss also dringend zwischendurch auch „ankommen“, um wieder klaren Geistes weiterziehen zu können. Und auch die Kamera muss ich mal beiseite legen – ich habe schon Unmengen an Fotos  &#8211; das wird ein DIA-TSUNAMI. Freut euch!</font></p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Zu kämpfen hatte ich besonders zwei Ärgernissen: Mit einem dreitägigen, sehr heftigen Kopfschmerz – wahrscheinlich ausgelöst durch das Antibiotikum, dass ich aus dem Grund einfach abgesetzt habe. Und dann waren da noch die Straßenverhältnisse. Neuseeland ist das Land der 400 Milliarden Kurven. Alle 2 Meter kommt eine – meistens eine scharfe, oft in Serpentinenform, also auch noch steil nach oben oder steil nach unten. Konkret bedeutet das: Hat man noch 17 km Strecke vor sich, braucht es unter Umständen noch 45 Minuten bis man wirklich ankommt, da man die Geschwindigkeit permanent auf 25 kmH drosseln muss. Ich bin heilfroh, dass der Colt (habe erst Tage später festgestellt, dass ich gar keinen Toyoto Corolla bekommen habe, sondern einen Mitsubishi Colt) ein Automatikgetriebe hat. Über Stunden alle zwei Meter schalten zu müssen, wäre die Hölle gewesen. </font></p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Jedenfalls bin ich vom Trounson Park aus an der Westküste wieder südwärts zurück durch das Nadelöhr Auckland und dann scharf links auf die Coromandel Peninsula – das landschaftliche Highlight dieser Etappe, aber dazu später mehr. Ich habe übrigens mal die toten Oppossums auf der Straße gezählt: 14 Stück auf 250 km. Pakekos, Marder, andere Vögel mal außer Acht gelassen. Es liegt erstaunlich viel totes Tier auf neuseeländischen Straßen herum. </font></p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Übernachten wollte ich eigentlich in Thames an der Coromandel-Ostküste, aber bis dahin habe ich es nicht mehr geschafft. Ich war den ganzen Tag gefahren, gefahren und gefahren. Gefühlte 700 km, aber tatsächlich waren es nur ca. 250 – und die &#8211; bis auf eine kurze gerade Strecke von 60 km – alle im o.g. Kurvenstil. Nun, zwischen Auckland und Thames gibt es aber leider keine Unterkünfte, nix, nada, niente. Und so war es schon fast dunkel und ich stand mitten auf einer Landstraße im Nirwana, ohne Aussicht auf ein Bett. Sah mich schon den Fahrersitz in die Liegeposition runterkurbeln. Die Rettung kam in Gestalt einer alten Dame, die mir eine private „Backpacker“-Adresse gab. Lag quasi am (stark befahrenen) Landstraßenrand in Maramarua: ein kleines Hutzelhäuschen,  direkt an einer Pferdekoppel. Wie so oft hier, stand alles offen als ich vorfuhr. So geht man einfach in ein Haus hinein, ruft „hello“ und aus irgendeiner Ecke des Hauses hallt in der Regel ein „Oh, hi there!“ zurück. Selbst Tim im Moana Vista in Auckland hatte die Haustür immer sperrangelweit offen. Ich finde das herrlich!</font></p>
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<p style="margin-bottom:0;"><font size="2">Hier waren es Ruth und James, die mich warmherzig begrüßten. Ein junges, sehr nettes Paar: Ruth, Engländerin, Reitlehrerin und Landwirtin und James, echter Kiwi, Banker (wonach der nicht aussah). Wir waren uns auf Anhieb sympathisch – und ich habe dem Himmel für diese netten Menschen gedankt. Wir haben uns an diesem Abend und am nächsten Morgen über dies und jenes unterhalten und ich weiß nun folgendes:</font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Dass 	die Neuseeländer „Kiwis“ gerufen werden, ist zwar schon 	irgendwie auf das Nationalmaskottchen zurück zu führen, 	aber eigentlich war es die Kiwi-Schuhcreme (Bild im Anhang). Die war 	im 2. Weltkrieg nämlich schwer beliebt und trug den 	Neuseeländern unter den Soldaten (und später weltweit) den 	Spitznamen zu.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Depression 	ist in Neusseland weit verbreitet. Die Suizid-Rate ist hoch – 	besonders unter Jugendlichen. Ich kann das inzwischen sogar ein 	bisschen nachvollziehen. Das Land ist so groß und hat so viel 	„Nichts“ &#8211; wenn man das immer und ausschließlich hat, dann 	verengt sich trotz der Weite des Landes der Blick aufs Leben. Da 	gibt es keine Anregungen, keine Impulse, zu experimentieren. Hinzu 	kommt meiner Meinung nach noch die besonders in Ländern mit 	angelsächsischen Wurzeln ausgeprägte Scheu vor 	seelischen/emotionalen Angelegenheiten. Natürlich ist es schön, 	sich das Leben mit einem fröhlich gepfiffenen „no worries“ 	rosarot zu malen, klappt aber halt nur vordergründig bzw. nicht 	immer. Das Leben ist so viel komplexer. Da lobe ich mich doch die 	tradierte deutsche goethe-nietzsche-rilke-eske Form von 	Schwermütigkeit, die im Umkehrschluss eine ganz andere Qualität 	von Heiterkeit hervorbringt. Nicht zu verwechseln mit schwarzem 	Humor – das ist nichts Germanisches. Das können die anderen 	besser. Aber ich schweife ab.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Auf 	den Schnellstraßen um Auckland herum sollen heute noch 	Straßenschilder mit folgender Anweisung zu finden sein: Jafas 	- drive slowly. Das Jafas steht für: Just Another F&#8230;. 	Aucklander. Das ist doch unglaublich! Als offizielles Schild! Die 	sind ja drupp.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Alle 	Engländer in NZ sind POMS  &#8211; Prisioners Of Mothership, Das war 	die Bezeichnung für die englische Häftlinge, die früher 	nach Australien, quasi ins Exil, verschifft wurden.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Der 	Neuseeländer an sich geht am Wochenende gerne mal zum Sport – 	ich habe den Eindruck gewonnen, dass der Großteil der 	Bevölkerung gar kein oder wenig Interesse an kulturellen 	Aktivitäten hat. Das ist in Auckland und gerade in Wellington 	sicher anders.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Engländer 	werden im Cricket NIE besser sein als die Kiwis.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Es 	gibt viele Neusseeländer, die sehr über das Ausmaß 	der Maori-Entschädigungen besorgt sind. Viele jungen Maori 	(obwohl es inzwischen keine „reinrassigen“ &#8211; wie saht man das 	politisch korrekt? &#8211; mehr gibt) leben von staatlichen Zuwendungen 	und schaffen sich keine beruflichen Perspektiven bzw. sie finden sie 	nicht. Das Ergebnis dieser Langeweile und Perspektivlosigkeit sind 	unter anderem „Gangsta“-Gruppen wie wir sie aus den USA und 	inzwischen auch aus Deutschland kennen. Diese hier sind noch 	wesentlich unschuldiger als die bis unter die Zähne bewaffneten 	amerikanischen Kollegen, ab er es ist ein Trend, sagten mir Ruth und 	James. Aufgemotzte Autos, Goldketten, laute Ghettoblaster, das ganze 	Programm. Human nature. Überall das gleiche Spiel. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Die Nacht bei Ruth und James war relativ schlaflos – ich war von der Fahrt derartig überdreht, dass ich nicht zur Ruhe kam. Bin am nächsten Morgen los, Richtung Coromandel, ein kleines (Goldgräber-)Städtchen im Norden der Halbinsel. Die Strecke dorthin war UNFASSBAR KURVIG. Eine sehr schmale, unbefestigte Küstenstraße, die an manchen Stellen sogar nur noch einspurig ist, führt ca. 100 km direkt unmittelbar am Meer und kleinen Buchten entlang. Ein Traum, wenn man nicht mit höchster Konzentration seine Augen auf die Straße heften müsste. Die Reise führt einen durch Minimini-Örtchen mit 5-6 Häusern. Sehr beschaulich und gemütlich, das alles. Irgendwann, auf dem Weg nach Coromandel führt die Straße einen dann ebenso kurvenreich steil up the hill – ein mühsamer Anstieg für meinen Colt.  Und wenn man den höchsten Punkt erreicht hat, dann traut man seinen Augen kaum. Postkartenmotive ohne Ende – sattes Grün, Weiden an Steilhängen mit Kühen, Schafen, Pferden und Rehen (!). Es ist kein Wunder, dass gerade auf Coromandel sehr viele ausgestiegene, eher alternativ lebende Großstädter zu finden sind. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">So fand ich zufällig auch zum Mona Retreat, einem „Recreation and Yoga Center“ sehr abgelegenen in den Bergen (Ulli, dear, Du hast es richtig eingeschaetzt!!). Und von dort aus, noch ein Stückchen höher, zum Waimona Spa. Im Mona Retreat (viele Fotos im Album!) habe ich das bislang beste Essen meines Neuseeland-Besuchs genossen (ich wurde zum lunch eingeladen und man bat nur um eine kleine Spende) – endlich anständig zubereitete, gesunde Kost. Es war ein Festmahl. Anschließend habe ich dann bei Sol, einem sehr netten Kanadier, der sich in diesen Bergen mit dem Retreat und dem Spa einen Lebenstraum erfüllt hat, eine relaxierende Massage genossen – meine Nackenmuskulatur fühlte sich nach den anstrengenden Fahrten an wie Beton. Sol vermietet dort auch für sehr wenig Geld kleinere und größere Hütten, die einen spektakulären Ausblick haben. Es war unbeschreiblich schön dort oben. Aber auch ein wenig ZU gesund und mindful; Ihr wisst schon; lasierte Kiefernmöbel, Duftlampen noch und nöcher, alle sehr bedächtig und mit diesem speziellen alternativen Anstrich, der manchmal zu viel ist. Dennoch ist es ein besonderer Zufluchtsort mit wunderschönen Wanderwegen und einer Stille, die fast furchteinflößend ist. Ich hätte gerne zumindest eine Nacht dort verbracht, hatte aber bereits für den Abend eine Unterkunft an der Wetküste gebucht.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Nach diesem ungewöhnlichen Intermezzo, habe ich in Coromonandel einen weiteren kleinen Stopp eingelegt, und dann ging es ebenso kurvenreich scharf rechts in die bewaldeten Berge, über den Bergkamm bis zur Westküste der Halbinsel. Der Weg dorthin war erneut gesäumt von viele Momenten, die ich nicht vergessen werde. Diese Landschaft raubt einem wirklich den Atem. An der Westküste angelangt bin ich dann südwärts in Richtung Waihi Beach. Eine sehr, sehr anstrengende Tour und am Ende habe ich fast die Nerven verloren, weil ich dachte, dass ich nie mehr ankommen würde. Die letzten 30 km hatten sich wie Kaugummi in die Länge gezogen. Auf den letzten 5 km habe ich tatsächlich ein paar Tränen vergossen. Das war der erste ernstere einsame Moment.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Ich kam total erledigt und mit lädierten Nerven im gebuchten Holiday Park an – leider stellte sich sofort heraus, dass das auch noch die erste Fehlbuchung war. Zwar direkt am Strand gelegen, aber so eine typische Campinganlage ohne Atmosphäre. Nicht zu vergleichen mit Russell oder Kauri Coast, die so klein und schön waren. Mein Zimmer hatte eine wunderschöne Terrasse, war aber so hellhörig, dass ich morgens um 5.30 Uhr vom Nachbarlärm wach wurde. Ich war wütend und immer noch totmüde, konnte aber nicht mehr einschlafen. Bin also an den Stand marschiert und habe einen Sonnenaufgang erleben dürfen, den ich nicht beschreiben kann. Rot-orange-pink-gelb war der Himmel und die Luft glasklar. Es war gerade Ebbe, d.h. das Meer hatte sich erst vor Kurzem zurückgezogen. Der Strand war dadurch sicherlich mehr als 40 Meter breit. Unzählige große braune und kleine weiße Möwen, die gerade ihr Frühstück einnahmen: Es gab eine lange Spur von ca. 20 Fischkadavern, jeder von ihnen ungefähr 50 cm lang. Ich nehme an, dass es große Snapper waren, die von Fischern über Bord geworfen worden waren. Die Köpfe waren fast perfekt erhalten, aber der Rest war  nur noch ein Graetengerüst. Die Möwen stritten sich um jeden Bissen und es herrschte eine für diese Tageszeit unerwartete Betriebsamkeit. Ein seltsames Spektakel, das gleichzeitig etwas sehr Besonderes war. Fühlte sich an wie in einem kitschigen Hollywood-Streifen. Fehlte eigentlich nur der Mann, der irgendwo auf einen wartet. Aber gut,  das ist wieder ein anderes Thema. Bin eine Stunde diesen unendlichen Strand entlang gelaufen und war am Ende sehr dankbar, dass der Tag so gestartet ist. Ich möchte sagen, dass ich in diesen 1,5 Stunden so etwas wie göttlichen Schutz und göttliche Kraft spüren konnte – das war ein bewegendes und – ich benutze das Wort hier sehr bewusst – auch ein spirituelles Erlebnis. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Nach einem ebenso perfekten Cappuccino  (die neuseeländische Kaffeekunst steht der italienischen in nichts nach!!) im Strandcafé habe ich mich dann nach einer neuen Bleibe in diesem 1.500-Seelen-Ort umgesehen. Und bin auch fündig geworden. Das Seagulls B&amp;B wartete auf mich (später las ich dann auch im Lonely Planet von dieser schönen Accomodation, aber gefunden hatte ich es „per Zufall“. Ich will nicht viel sagen – die Bilder im Album sprechen für sich. Mit 90 NZD (ca. 50 Euro) ist es erstaunlich günstig für das, was hier geboten wird: Die freundlichen und weit gereisten Besitzer Marie und Stephen, ein fantastischer Ausblick aufs Meer, eine herrliche Ruhe und ein saubequemes, King-size-Bett. Frühstück wird auf der oberen Terrasse eingenommen, zusammen mit den beiden anderen Gästen, einem älteren Paar aus Australien. Alles in allem super. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Alles gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam hier. Kaum ein Auto zu sehen, nur vereinzelt Menschen, dafür viel Sand, viel Meer, viel Busch. Eine nette Kanadierin, die ich beim Bäcker traf, „klebt“ seit 4 Woch hier fest, weil sie es so schön findet. Sie reist seit Dezember allein durch Neuseeland und ist genauso begeistert wie ich es bin. Allerdings kann sie noch bis Mai bleiben – ich beneide sie!</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Am späten Nachmittag gab es am Strand noch einen sehr bewegenden Moment. Die Sonne schien durch einige Lücken des Wolken verhangenen  Himmels, der Ozean war aufgewühlt und warf hohe Wellen und ein sehr feiner Regen setzte ein. Und plötzlich zeigte sich auf dem Meer, ganz nahe ein perfekter Regenbogen &#8211; die beiden Enden des Bogens tauchten einfach ins Meer ein – das Bild war einfach wundervoll.  Vielleicht könnt Ihr etwas auf den Fotos erkennen.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">1</font></font><font color="#000000"><font size="2">1</font></font><font color="#000000"><font size="2">. März</font></font></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Habe mich spontan  entschlossen, einen weiteren Tag hier zu verbringen – ich sah mich nicht in der Lage, Auto zu fahren. Inzwischen hab ich mich etwas erholt und genieße die besondere slow-motion-Atmosphäre in diesem Nest, die mich stark an David Lynch- oder Jim Jarmusch-Filme erinnert. Der Tag ist bei herrlichem Wetter so dahin geplätschert, ich war schwimmen, hab einen ausgiebigen Strandspaziergang gemacht und mein Reisetagebuch geschrieben. Mein letzter Abend in Waihi Beach. Der Aufenthalt im Seagulls hat mir gut getan. Heute Abend wurde ich noch zu einem Abendessen auf der Terrasse eingeladen –  so haben wir zu fünft einen sehr netten Abend verbracht und über Merinowolle, neuseeländischen und australischen Wein und Anderes geplaudert. Der inzwischen wichtigste Beschäftigungszweig in Neuseeland ist offenbar der Tourismus, dicht gefolgt von der Landwirtschaft, die mit ihren Exportprodukten (Kiwis, Advocados, u.a.) auch ganz weit vorne ist. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Ach ja, WICHTIGE INFORMATION: Bin seit heute ohne Handy – hoffentlich nur vorübergehend. Mein Handy ist einem Cappuccino-to-go zum Opfer gefallen. Hatte diesen, weil ich beide Hände gerade voll hatte, in meine Tasche gestellt  und ihn dann vergessen. Alles Weitere erzählt sich von selbst. Umhängetasche, Hose, Hemd versaut, Handy schwamm in der Milchkaffeesuppe auf dem Boden meiner durchtränkten Tasche – was für ein Anblick. Aber ich glaube, dass es die SIM_Karte noch tut, also muss ich nur ein billiges Handy besorgen. Mal schauen, was geht sobald ich wieder in der Zivilisation bin. </font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Morgen früh geht es Richtung Rotorua und Lake Taupo im südlichen Zentrum der Insel. Die Zeit läuft mir bedauerlicherweise davon – ich werde einiges nicht sehen können, denn ich möchte auf keinen Fall meinen Wellington-Aufenthalt verkürzen. Am 17. März geht es dann frühmorgens nach Australien, quasi direkt in die Blue Mountains.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><font color="#000000"><font size="2">Seid alle umarmt, bin froh, dass ich Euch auf dieser Reise dabei habe.</font></font></p>
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<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">P.S. Nachtrag: 12 Stunden spaeter geht es wieder, das Handy!!!</p>
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