Verfasst von: Jutti_down_under | März 29, 2008

Von Kangaroos, Koalas und Kakadus

29.3. 08 Jetzt nochmal schnell auf die Toilette oder ein Glas Wein holen, die Kinder ins Bett bringen, den Fernseher ausmachen, das Telefon leise stellen, ein Kippchen anzünden (oder auch nicht) und auf geht’ s: Der nächste Bericht. Ein bisschen lang geraten, aber wie sagte es mal ein kluger Kopf als Entschuldigung für seine ausschweifenden Brief-Geschichten: „Ich hatte keine Zeit, mich kürzer zu fassen.“

 

Logbucheintrag 25. März, 22.30 Uhr

- Känguruhs, Koalas, Kakadus und Kühe auf Falcon Crest -

 

Bin heute in Tuncurry-Forster, ca. 300 km nördlich von Sydney: Unmittelbar vor mir der Wallis Lake, ganz still, einen Steinwurf entfernt und dumpf zu hören der wilde und aufbrausende South Pacific. Skurrile Sound-Mischung. Es ist dunkel, ich sitze auf der Veranda meines Beachfront-Bungalows und genieße ein Thai-Take-Away-Mahl. Kaum jemand übernachtet heute in diesem kleinen gemütlichen Caravan Park – Ostern ist rum, Es ist sehr ruhig und ich höre die Fische im See von rechts nach links springen – sie müssen von beachtlicher Größe sein – man kann es am Platsch-Geräusch ausmachen, mit dem sie wieder ins Wasser eintauchen. Morgen sehe ich im Hellen, wo genau ich gelandet bin. Kam spät hier an, der Himmel bedrohlich wolkenverhangen, dunkelgrau. Ich fand den Park unmittelbar bevor ein kräftiger Sturm losbrach. Der brachte einen gehörigen Schauer mit sich und mir flogen förmlich die nassen Palmwedel um die Ohren. Adventure am Lake Wallis. Der ungezähmte Pazifik ist gleich um die Ecke, man kann ihn hören, er tobt – ein Traum für Surfer-Ohren.

 

Reisetipp, wenn man der Nase nach reist: Immer ans äußerste Ende des Dorfes / Städtchens fahren und dann nochmals scharf nach rechts oder links ins Innere vordringen. Oder ganz nach oben fahren und da auch eher äußerst rechts oder links halten. An diesen Spots findet man immer gute Adressen.

 

Bitte die Uhr jetzt nochmals 2 Tage zurückdrehen. Bin noch eine Nacht länger in Sydney geblieben, Die zwei Tage zuvor waren eher bedeckt und ich hatte mich auf einen sonnigen Ausflug nach Manly gefreut – sozusagen das Brighton Sydneys. Hätte ich mir sparen können. Also zumindest Manly Town. TOTAL überlaufen und sehr kommerziell. Hat keine schöne Atmosphäre, aber ich konnte mir gut vorstellen, wie das hier vor 100 Jahren aussah. Ein hübsches, ruhiges Seebad wird`s gewesen sein. Allerdings kann man von dort einige schöne Wanderungen an andere, wohl sehr ruhige Buchten unternehmen, wozu mir leider die Zeit fehlte.

 

Durch den zusätzlichen Tag (insgesamt waren es so 5,5 in Sydney) konnte ich das Viertel Elisabeth Bay, das unmittelbar an Potts Point angrenzt, noch genauer unter die Lupe nehmen. War mir von meinem Dreitage-Frisur-UND Bart-John Malkovich-Tourguide im schnieken Armani-Anzug ans Herz gelegt worden.

 

Jajaja, schon gut, hier mehr dazu: Den netten John-M-Look-Alike hatte ich am ersten Tag nach richtigen Weg zum Botanischen Garten gefragt. Er bot mir an, mich zu begleiten und auf diesem netten Spaziergang hat mir Michael dann dies und jenes an Insider-Informationen gegeben. Ist das super nett, oder??!! 2 Tage später traf ich ihn dann, jetzt in Designer-Jeans und worn-out T-Shirt (für 100 Dollar) mit seinem Freund in einem Café in „meiner“ Challis Ave. in Potts Point.

 

Zurück zur Elisabeth Bay: Wundervolle Gegend, leider auch teuer. Hat einen mondänen Südfrankreich-Touch – hatte die Cote d’Azur vor Augen. Eine Top-Roof-Wohnung hier wäre nicht verkehrt: Für die lauen Sommernächte eines verlängerten Wochenendes mit Freunden in Sydney :) . Schaut Euch die Bilder im Album an. Dazwischen, das Elisabeth Bay House, Stadtpalais eines sehr wichtigen Bewohners Sydneys Anfang des 19. Jahrhunderts: Alexander McLealy, Kolonialsekretär des Gouverneurs Sydneys und passionierter Botaniker. Der Mann war umtriebig: 16 Kinder gezeugt, von England nach Australien gewandert , ein herrliches Anwesen mit einem 45 ha Garten (letzterer heute komplett bebaut) geschaffen. Dieses herrschaftliche Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich (Familienbesitz, später Gesellschaftsort für ausschweifende Parties, und Hochzeiten, dann längere Zeit etwas heruntergekommene Kunst-Kommune für Maler, jetzt Museum). Von John Verge, DEM damaligen Architekten der Stadt entworfen ist es einfach in seiner (Innen-) Form perfekt. Vielleicht geben die Bilder etwas davon wieder.

 

Da das Simpsons leider kein Zimmer mehr für mich hatte, musste ich notgedrungen umziehen – es ging der Einfachheit halber die Straße hinüber, vis-à-vis ins Challis Lodge, das ich vorher von meiner Simpsons Loggia aus sehen konnte. Unglaublich, was für ein Unterschied. Altes, schönes Gebäude, aber sehr schreckliche, kleine, muffige Miniräumchen. Eine surreale Situation. Gerade noch die wohltemperierte, nette, sophisticated Atmosphäre gegenüber im Simpsons genossen, jetzt schon auf 5 qm Chlor angereicherte Nicht-Luft einatmen müssen. Leute, immer wieder zum Wundern blöd: Geld regiert die Welt. Mir wird einmal mehr bewusst wie hart (und vor allem wie lange!) ich gearbeitet habe, um mir diese Reise zu ermöglichen. Und wie schnell einem dieses unglaubliche Glück wieder durch die Finger rinnt. KANN DENN KEINER MAL ENDLICH DIE ZEIT ANHALTEN? BITTE!

 

Ziemlich geschafft und mit sehr, sehr schmerzenden Füßen und geschwollenen Waden bin ich dann endgültig zur Avis-Vermietung und habe meinen hartweißen Toyota Corolla (der Mitsubishi Colt war bequemer und netter) abgeholt. Ich habe mir die Stadt wirklich erlaufen….puh, irgendwann konnte ich nicht mehr und habe sogar mal ein Taxi bemühen müssen anstatt die gewöhnungsbedürftige, ziemlich abgewetzte und nicht sehr vertrauenerweckende U-Bahn (wie ging das nur während der Olympischen Spiele??) zum King’s Cross zu nehmen.

 

Sydney verlassen – das bedeutete nochmals eine gute Stunde Autofahrt . Die Stadt ist mit ihren 4 Mio. Menschen echt groß. Aber dann, wenn man mal auf dem Pacific Highway ist, dann wird es wieder etwas naturiger, aber noch nicht einsam. Alles andere als das. New South Wales ist die am dichtestens besiedelte Region der Ostküste. Eben nicht Neuseeland. Irgendwann habe ich den Highway verlassen und bin Richtung Hunter Valley gefahren. Das ist die älteste Weinanbauregion Australiens. Leute, Leute, verschollenen geglaubte „Falcon Crest“-Erinnerungen wurden plötzlich in mir wachgerüttelt. Wie hieß noch der gut aussehende Hauptdarsteller dieser spannenden Weintrauben-Serie aus den späten 80er? Eine unglaubliche Kulisse. Unzählige kleinere und stattliche Weingüter, großzügig und weit verstreut in diesem großen Tal. Weinstöcke so weit das Auge reicht, eine sehr liebliche, nur leicht hügelige Landschaft mit satten grünen Wiesen, auf denen Kühe und Ziegen weiden, dann wieder angrenzender Busch und überall steht der alles dominierende, sich immer pellende Eukalyptusbaum. Und, ganz unverhofft, hüpfen plötzlich Känguruhs in dieser Landschaft herum. Viele Känguruhs. Was für ein fabelhafter Anblick. Das ist soooooo unwirklich. Mir entfuhr ein unkontrollierter, ziemlich lauter Freudenschrei als das erste graue Beuteltier kurz vor meinem Wagen auftauchte. Was für goldige Wesen – und schnell sind die …. wusch und mit zwei großen Sätzen sindse wieder weg. Und sie fixieren einen in einer Art Angststarre so niedlich bevor sie entspannt weiter grasen oder doch sicherheitshalber die Flucht nach vorn antreten. Leider habe ich im Hunter Valley auch mein erstes, von einem Wagen getötetes Känguruh am Straßenrand gesichtet. Mein Forschergeist (Prof. Dr. Dr. Betzmeks Herz wird beim Lesen dieser Zeilen sicher auch höher schlagen) und meine Neugierde ließen mich sofort die Bremse treten, aber als ich dann auf den riesigen Kadaver zuging, packte mich doch das Gruseln und ich bin zum Auto zurück. Ging nicht. Hab dann von weitem ein Foto gemacht (warum eigentlich?).

 

Durch eine hervorragende Nasen- und Bauchentscheidung bin ich am späten Nachmittag über einen Schotterweg zu einer kleinen Gruppe herrlicher und sehr romantisch abgelegener Lodges gelangt (Fotos kommen noch). Kein Mensch weit und breit zu sehen. Vor den Häusern ein kleiner Wasserauffang-See, inkl. schläfriger, dümpelnder Enten. Drumherum eine Art Steppengras, etwas Wiese und viel Busch und ein Licht zum Niederknien – sonst nix. Und absolute Stille – bis auf die vielen schönen Geräusche der dort lebenden Tiere: Lachende, ziemlich hektische Vögel, weiß-rosafarbene Kakadus mit putzigen Gesichtern und einem für ihren Körperumfang sehr eleganten Flugstil und unzählige andere geflügelte Zeitgenossen. Und vor mir ca. 10 grasende Roos (so kürzt man die kangaroos hier ab). Einige noch ganz winzige, andere, durchaus Respekt einflössende 1,50 m große Exemplare. Ich kann euch nicht beschreiben, wie sehr ich diesen Moment genossen habe. Ich ganz allein mit Känguruhs. Was für ein Geschenk!! Habe mich einfach ins Gras gesetzt und diese einmalige Stimmung auf mich wirken lassen. Sogar meine Kamera habe ich einfach beiseite gelegt, Die besten Bilder speichert man eh im Kopf. Auch das waren göttliche Augenblicke. Alles war gut wie es war. Nichts war zu viel, nichts war zu wenig. Einfach alles ruhig und in Balance und ich mittendrin. Unforgettable.

Noch einmal: Kann denn bitte, bitte jemand diesen Film ab sofort nur noch in super slow motion abspielen?

 

Übernachtet habe ich schließlich mitten im Valley, in einem sehr netten und totenstillen B&B, nur von sehr, sehr viel Gegend umgeben. Abends noch im ganzen Valley bekannten und leider teuren „Il cacciatore“ gespeist – hat mich 70 Dollar gekostet, immerhin knapp 40 Euro. War aber auch sehr gute italienische Küche. Ist überhaupt alles teurer als in Neuseeland, was meinem Geldbeutel nicht so gut bekommt. Ich versuche dennoch, sparsam zu sein und doch zu genießen.

 

Noch zwei Sätze zu den Menschen. Sie sind hier anders als die Neuseeländer. Die Australier sind nicht so (über-)freundlich wie die Kiwis, zurückhaltender würde ich sagen. Das muss nicht immer unangenehm sein, aber ich habe die Kiwis als insgesamt etwas herzlicher und in gewisser Weise auch aufmerksamer empfunden. Sydneysider zähle ich mal nicht, da es dort sehr kosmopolitisch zugeht – ist daher kein repräsentativer Maßstab. Die Aussies haben einen ziemlich rauhen, zackigen, sympathischen Charme, finde ich. Und sie sind auf jeden Fall schneller als die Kiwis. Auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, wage ich mal zu behaupten: Obwohl beide Länder ihre britischen oder irischen Wurzeln nicht verhehlen können, ist der Kiwi more Old-English-style und der Aussie ist eher New-English-style. Was die sprachlichen Unterschiede angeht, blicke ich noch nicht so viel. Hört sich anders an, klar. Aber was den genauen Unterschied ausmacht, muss ich noch herausfinden. Die Kiwis klingen spitzer, die Aussies breiter in ihrer Aussprache. Wer weiß mehr darüber und möchte mich berichtigen?

 

Vom WeinValley aus ging es über das sehr schöne, bergige, grüne Inland wieder Richtung Küste – ein Tagesritt über einen sehr pittoresken Scenic Drive. Zurück an der Küste habe ich es dann nur bis Tuncurry geschafft, Mein Plan war es eigentlich, viel nördlicher zu landen. Nun, über die Zwillingsstädtchen Forster/Tuncurry, beide am Lake Wallis gelegen und durch eine schmale Brücke verbunden, gibt es nur zu sagen: Nich schön. Meine Unterkunft, der Caravan Holiday Park ist aber in Ordnung und liegt schön, unmittelbar am Seeufer, 3 Meter vom Meer entfernt.

 

26. März

Sehr schlecht und gerade mal 4 Stunden geschlafen – zum ersten Mal auf dieser Reise habe ich Angst verspürt. Hatte den Eindruck, das jemand um meine Hütte herum schlich. Wahrsch. waren das nur Tiere oder das Gebälk des hölzernen Oktaeders, aber ich hatte richtig schlimm Herzrasen und sah mich schon meine Kousine Gaby um Hilfe rufend telefonisch aus dem Bett schellen. Außerdem rannten mehrere Kakerlaken durchs Zimmer, was mich sehr gewundert hat, denn es war alles blitzesauber. War bis 4.00 Uhr hellwach und in totaler Anspannung, dann vor Erschöpfung eingeschlafen. Um 10 Uhr musste ich den Park verlassen und bin total k.o. bei schon 25 sehr schwülen Grad in das einzige Internetcafé weit und breit. Habe dort zwei Stunden im Netz verbracht, um einige Emails zu beantworten und die Sydney-Fotos hochzuladen. Telefonieren oder skypen war von hier nicht möglich, erst in Byron Bay oder Brisbane scheint das wieder (günstig) zu funktionieren, befürchte ich.

 

Nach der Fleißarbeit bin ich im Schneckentempo wieder auf den Highway, aber habs nur bis Harrington/Crowdy Head geschafft. Merke jetzt, wie viel Energie mich Sydney doch gekostet hat bzw. eher die Verarbeitung aller Eindrücke.

 

In Crowdy Head, das so heißt wie es in meinem oberen Ende oft aussieht, übernachte ich auch – es ist ein sehr verschlafenes Minidörfchen (keine 100 Einwohner) mit einem wunderschönen kleinen Leuchtturm von 1840, der immer noch im Dienst ist. Mein Motel, das in den 7Oer Jahren Kultstatus gehabt haben muss (hier hängen sensationelle Fotos aus dieser Zeit), liegt direkt unterhalb des Leuchtturms. Hier oben hatte ich heute einen unvergesslichen Sommerabend. Mit einer Flasche Chardonnay und einer grandiosen Aussicht auf die unendliche Küste, das Meer und die schöne Bucht haben der Turm und ich uns gut unterhalten. Sehr netter Typ, der Mr. Old Lighthouse.

 

 

27. März

Ganz herrlich geschlafen – Crowdy Head, das alles andere als crowded ist (70 Häuser davon die Hälfte nur am Wochenende genutzt) ist my place. Hier könnte ich auch 2 Wochen verbringen, Absolut nix los hier. Und kilometerlange, vollkommen leere Strände, dahinter dichter Busch. Traumhaft. Keine Geschäfte, aber ein Café und ein Thai-Restaurant. That`s it. Ein kleines, vergessenes Paradies. Bitte niemandem verraten! Das Crowdy Head Motel wurde 1968 gebaut (schaut Euch unbedingt die Fotos an – genial!) hat sieben Zimmer und wäre ein passendes Set für ein kleines 60er Filmchn. Musste hier an Antonionis „Blow-up“ denken! ch war der einzige Gast. Heute morgen habe ich satte 2 Stunden mit dem Besitzer Barry auf der Terrasse geplaudert – es hat gut getan, mal ein längeres Gespräch zu führen. Er hat mir viel über das angrenzende Naturschutzgebiet Crowdy Bay und den Küstenabschnitt bis Port Macquarie erzählen können. Der Legende nach soll übrigens Captain Cook (jou, da isser wieder!!) als er mit seinem Kahn in die lange, schöne Bucht einbog und er die unzähligen, neugierigen Aborigines, die sich auf der äußersten Spitze der Landzunge versammelt hatten, sah, gerufen haben: „This’s Crowdy Head“.

 

Zu spät aufgebrochen, aber gut erholt und angereichert durch den Austausch mit Barry. Zurück auf den Pacific Highway Richtung Brisbane, aber schon nach 40 km in Kew wieder runter. Eine unglaublich schöne (Umleitungs-)Strecke nach Port Macquarie durch Regenwald, vorbei an verwunschenen Seen, kleine Dörfer hier und da, dicht am Pazifik entlang. Kurz vor Laurienton in den Daragoon National Park auf 500 m – klingt nicht viel, macht aber bestimmt 5 Grad aus. Dort bin ich 2 Stunden durch diese frische, grünen Bergblase gewandert und wollte gar nicht mehr aufhören, tiefe Atemzüge zu nehmen. Mein Gehirn und meinen Lungen jubilierten. Als krönenden Abschluss mal wieder nahezu unwirkliche Ausblicke genießen können (ihr werdet es sehen). Meine kleine Canon macht wirklich super Bilder finde ich, aber es gibt Situationen, da wünschte ich mir meine Spiegelreflex und alle guten Objektive dazu.

Weiter den Scenic Drive durch Bonny Hills (nach Crowdy Head mein 2. Tipp), Lake Cathie, begleitet von bizarrer World Music. Habe einen Sender gefunden, der kaum Werbung hat, dafür klassische und Musik aus aller Welt spielt. Auf der heutigen Strecke gabs super schöne afrikanische Pop-Songs und französische Chansons. Das war vielleicht eine Grätsche, die mein Hirn da machen musste: Die französische Elfenbeinküste in den Ohren während am Straßenrand Känguruhs grasen. SPITZE! Gestern hatten die – sehr passend! – kurz vor empty Crowdy Head noch ein paar wunderschöne portugiesische Fado-Stücke in petto – da liefen die Tränchen mal wieder.

 

Nun, heute also schließlich in Port Macquarie angekommen, wo es für mich nur ein einziges Ziel gab: Den (sehr kleinen) Billabong Koala Park, der außer Koalas noch Wombats, Känguruhs, Wallabies und zig verschiedene Papageien in allen Malkasten-Farben dieser Erde (Andy – kein Wellensittich weit und breit zu sehen – kein WITZ!), Schlangen, Krokos, etc. beherbergt. Ich habe mich dort 3 Stunden aufgehalten und hätten die nicht geschlossen, säße ich immer noch zwischen den Känguruhs. DAS WAR EIN ERLEBNIS!! Ich war so glücklich!! Ich sage nicht viel – es wird ein Tier-Special mit wirklich außerordentlichen Aufnahmen geben. Sternstunden der Tierfotografie möchte ich behaupten :)

 

Anschließend im einsetzenden Regen weiter nach Nambucca Heads. Merke: Immer wenn ein Head oder Heads im Ortsnamen auftaucht, wird’ s schön. Den Highway bei Regen zu befahren macht allerdings keinen Spaß. Ist mordsgefährlich. Straßenbelag auf großen Distanzen eine Katastrophe, wie in Neuseeland auch sehr unebene, richtig lebensmüde Straßenränder, teilweise mit tiefen Schlaglöchern durchsetzt. Man muss echt hingucken, sonst läuft man Gefahr, sein Leben zu riskieren. Einmal hätte ich fast die Kontrolle verloren, weil ich etwas zu weit nach rechts auf den arg höggeligen Rand geraten war. Und die meisten Trucks hier, diese riesigen, silberglitzenden Teile, mit denen man einen Stephen King-Film drehen könnte (The Truck), rauschen mit einem idiotischen Tempo bei Wind und Wetter diese engen Straßen entlang, hängen dir auf der Stoßstange und nehmen ziemlich wenig oder gar keine Rücksicht auf den Rest. „Augen auf“ heißt es da für den ungewohnten Touristen!

Ich muss Euch noch etwas ganz Bewegendes erzählen, was mir in diesem schönen B&B hier heute Abend widerfahren ist, aber das mache ich separat. Sonst wird s zu viel.

Schüss für jetzt – Bilder folgen bald.

 

 

28. März, abends 22.00 Uhr

…… und ich bin im Dorrigo National Park, im Bergstädtchen Dorrigo. Gute Gegend, gute Erfahrungen, Landschaft UNFASSBAR!! Bald mehr über Nambucca Heads, über Bellingen und Darrigo.

 


Antworten

  1. Hasilein,
    ich lese das alles und komm nicht mehr richtig mit.Was für eine Vielzahl von Eindrücken, am Ende bleibt bei mir immer Känguruh hängen :) .
    Wahnsinn, da werden wir wohl einen Plaudermonat einlegen müssen, wenn Du zurück bist. Das hört sich alles super schön und überwältigend an, manchmal denke ich aber auch, ist das nicht alles too much? Nicht das du urlaubsreif zurück kommst. Häng dich in Thailand einfach mit einer Hängematte zwischen zwei Bäume und laß dir in regelmäßigen Abständen einen Cocktail bringen. Einziger Grund diese Hängematte zu verlassen, kann nur eine Massage
    sein.:)
    Mir würde es höchst wahrscheinlich genau so gehen, wie dir. Zumal wenn man alleine unterwegs ist, manchmal hört es sich schon ein bißchen stressig an. Neulich habe ich Annette und Jens für ein paar Tage am Edersee besucht.Die Hälte der Strecke ging über Landstrasse, rauf und runter, mußte an dich denken. War super schön, war aber auch gut zufrieden, als ich dann endlich angekommen war.
    Aber vielleicht empfindest du das ja größtenteils anders.
    Auf jedenfall wünsche ich dir noch ein paar gamelige Gamelan Delfin Magic Moments ala Bali, oder werd per du mit den Känguruhs :)
    Big Bussi und ich schreib dir jetzt noch ne Mail.
    Deine Betzie Boo

  2. Hallo Jutta,

    endlich abgedreht und Zeit in Dein Tagebuch zu schreiben, na ich hoffe ich als Dummie in Sachen Net hab das gecheckt und es landet auf der Seite. Liebe Grüße aus Köln, wo es heute endlich sage und schreibe 20,07 Grad auf unserer Dachterrasse waren.

    Bald mehr…

    liebe Grüße Heinz

  3. ich schenk dir fürs frühstück einen limerick:

    In Hamburg lebten zwei Ameisen,
    Die wollten nach Australien reisen.
    Bei Altona auf der Chaussee
    Da taten ihnen die Beine weh,
    Und da verzichteten sie weise
    Dann auf den letzten Teil der Reise.

    :) gute woche gewünscht, alles liebe von u.

  4. Riesen limerick, wo hast du denn den her Uli ?
    Tja, Jutta; wäre ich dabei könntest du dich vor Limericks nicht mehr retten :) :) :)
    DAS MUSST DU DOCH ELEMENTARST VERMISSEN !! :)

    Die kleine Jutti in Australien,
    hat zum Frühstück keine Cerealien,…

    ich bitte um Weiterführung der Mitblogger, könnte doch sehr lustig werden.

    Wir platzen vor Kreativität! HöHö!
    Big Bussi Betz

  5. Halloechen Jutta, ja da haettest du mich doch mal direct anrufen sollen!!!! So aufmerksam sind wir Australier aber nicht, das wir bei so Situationen in der Nacht nicht die naechste person anrufen.(wahrscheinlich Iguanas die nachts um deine Huette schlichen). So viel unaufmerksamer wir Australier allerdings sind (ich darf es ja sagen da ich ja nun auch einer bin) um so tolleranter sind wir vielleicht auch (ich denke das bringt der relaxte lifestyle mit sich…oder es relaxed mehr (was zuerst kam weiss ich nicht). Nun, ich hoffe du hast nun bessere Naechte oben in Queensland… und du geniessed den Sonnenschein und die schoenen Strande. Noosa Head Parks hat auch wildlife (wenn du frueh austrehst, da die fittness fanatiker sonst mit ihrem morgen jogg alles verschaeuchen)…schau dich auch nach dolphins um die dort tollen.
    Kuesschen, cheers, und guten Flug in den kalten Sueden! Wir freuen uns auf dich!!
    Gaby

  6. Die kleine Jutti in Australien,
    hat zum Frühstück keine Cerealien
    but who needs cornflakes & gorilla puff
    when to fuel up there is other stuff
    one 2 three
    so many things you must see
    if you never did
    you should
    these things are fun
    and fun is good.
    today is gone . today was fun
    tomorrow is another one :)

    Lotsa hugs and kisses
    Mariella


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